Einst waren es Fahrräder - doch jetzt scheinen sie zu leben: die Maschinen kommen.
Einst waren es Fahrräder - doch jetzt scheinen sie zu leben: die Maschinen kommen. | Foto: Pia Greß

Walking Act am Karl-Wolf-Weg

Die Maschinen kommen

Was sind das für drei Männer in ihren ledernen Kluften, mit ihren langen Hirtenstäben? Und woher stammen die seltsamen Kreaturen, die da auf dem Rasen an der Kulturbühne stehen? Immer wieder rufen die mutmaßlichen Aufpasser die Wesen und mahnen sie zur Ruhe. Nur, um mit dem nächsten Atemzug die Schaulustigen am Rande des Geschehens in die Schranken zu weisen: „Fernbleiben! Gefährlich!“

Die drei Hirten sind Teil des Künstlerkollektivs Foolproof aus München und ihre Performance heißt „Die Herde der Maschinenwesen“. Aus jeder Menge alter Fahrräder sind die teilweise über zwei Meter hohen Kreaturen zusammengeschweißt. Staksig bewegen sie sich auf ihren dürren Metallbeinen vorwärts, angetrieben von Motoren. Mit jedem Ruck, der durch ihre Körper fährt, scheppern sie. Die bizarr und fremdartig anmutende Parade der metallischen Wesen zieht die Besucher in ihren Bann. Kinder recken ihre Köpfe, Eltern zücken Smartphones, um Fotos zu schießen. Die jungen Besucher können sich nicht entscheiden zwischen Neugier und großem Respekt. Und die Maschinenwesen nehmen es scheinbar stoisch hin. Sie bewegen sich einfach nur vorwärts, getrieben von ihren Hirten. Hier ein paar Eindrücke von dem beeindruckenden „Viehtrieb“.