Giraffen leben vor allem im Osten und Süden Afrikas.
Giraffen leben vor allem im Osten und Süden Afrikas. | Foto: dpa

Vom Aussterben bedroht

Alarmstufe rot für die Giraffe

Giraffen sind ziemlich großartige Tiere. Vielleicht habt ihr sie im Zoo schon mal dabei beobachtet, wie sie versuchen, mit ihrem Maul etwas vom Boden aufzuheben. Sie müssen dann die Vorderbeine ganz weit spreizen, damit sie mit der Schanuze den Boden berühren können. Ihr Futter wird von den Pflegern immer ganz weit nach oben gehängt, damit die Tiere leichter dran kommen. Fast jeder größere Zoo hat ein paar Giraffen und wie sich jetzt herausstellt, ist das auch gut so. Die Welttierschutzorganisation IUCN (das steht aus dem Englischen übersetzt für Internationaler Verbund für die Erhaltung der Natur) hat die Giraffe in dieser Woche auf die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten gesetzt. Giraffen gelten jetzt als „gefährdet“.

Stufe zwei von vier erreicht

Das ist die zweite von insgesamt vier Stufen, die die Schutzorganisation aufgestellt hat. Es gibt „nicht gefährdet“, „gefährdet“, „vom Aussterben bedroht“ und „in freier Wildbahn ausgestorben.“ Warum die Giraffen dem Aussterben einen gefährlichen Schritt näher gekommen sind, erklärt die IUCN damit, dass es in den vergangenen 30 Jahren 40 Prozent weniger Giraffen auf der Welt gibt. In Zahlen heißt das: Im Jahr 1985 lebten auf der Welt noch etwa 163 000 Giraffen in freier Natur, 2015 waren es dann nur noch 97 000. Warum es so viel weniger geworden sind, liegt wahrscheinlich daran, dass Giraffen verbotenerweise gejagt werden. Außerdem gibt es in den Heimatländern der Giraffe, im Osten und im Süden Afrikas, häufig Kriege und Unruhen. Auch das trägt nach Meinung der IUCN dazu bei, dass das größte Landsäugetier sich nicht mehr wohlfühlt und weniger Giraffenbabys geboren werden.