SCHLANGESTEHEN: In Amerika kann fast jeder eine Waffe kaufen.
SCHLANGESTEHEN: In Amerika kann fast jeder eine Waffe kaufen. | Foto: dpa

Waffengesetze in den USA

Waffen aus dem Internet

Der amerikanische Präsident Barak Obama hat gerade eine Rede gehalten. In ihr sagte er: „Wir fluten unsere Städte mit Waffen. Für viele Kinder ist es leichter, eine Pistole in die Hand zu bekommen als einen Computer oder ein Buch.“ Mit diesen Worten kritisierte er die Waffengesetze in seinem Land. Diese sind seiner Meinung nach viel zu weich. Das Recht, Waffen zu tragen, wird zwar in drei Bundesgesetzen geklärt und es gibt rund 20 000 weitere Gesetze, die den Waffenbesitz regeln. Doch im Grunde ist es in Amerika nahezu jedem Bürger erlaubt eine Waffe zu besitzen. In der Verfassung steht nämlich: „Das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, darf nicht beeinträchtigt werden.“

30 000 Tote jährlich

Der Satz aus dem Jahr 1791 sollte die Verteidigung des Landes sichern, denn Amerika hatte zu diesem Zeitpunkt keine richtige Armee. Die Bürger sollten sich selbst verteidigen können. Heute gibt dieser „zweite Zusatzartikel“ nahezu jedem amerikanischen Bürger das Recht sich, seine Familie und seine Freiheit mit der Waffe zu schützen und eine solche zu besitzen. Waffen kann man im Internet kaufen und in den Nachttisch legen. Eine Studie hat ergeben, dass pro Jahr in Amerika rund 30 000 Menschen durch Schusswaffen ums Leben kommen. Manche töten sich selbst, manchmal ist es ein Unfall, doch meist ist es Vorsatz. Zum Vergleich: In Deutschland sterben rund 800 Menschen jährlich durch Waffen. Etwa 700 davon begehen Selbstmord. Außerdem gibt es sehr strenge Regeln wer Waffen kaufen und besitzen darf und wo man sie lagern muss.