Fleißige Sammler: Viele Menschen in vielen Städten machen mit.
Fleißige Sammler: Viele Menschen in vielen Städten machen mit. | Foto: terracycle

Recyceln schützt die Umwelt

Aus Zigaretten werden Parkbänke

Pfui Spinne! Auf dem Gehweg, in Parks, an Bushaltestellen. Milliarden von kleinen gelben Zigarettenstummeln landen achtlos auf der Straße statt im Mülleimer oder im Aschenbecher. Da! Schnipp und weg! Schon wieder eine Kippe in die Ecke gepfeffert. Der meiste Müll in den Städten besteht aus weggeworfenen Zigarettenfiltern. Abgesehen davon, dass das Wegwerfen 35 Euro Strafe kosten kann oder mehr, schaden die Zigarettenreste, die aus vielen giftigen Chemikalien bestehen, der Umwelt erheblich. Wenn es regnet, werden die Giftstoffe herausgewaschen und können ins Grundwasser gelangen. Und das ist gar nicht gut, denn aus dem Wasser wird ja auch unser Trinkwasser gewonnen.

Viele sammeln mit

Eine tolle Idee hatte eine Firma aus Berlin. Statt die Kippen zu verbrennen, was ja auch schädlich ist, werden so viele Zigarettenreste wie möglich eingesammelt. Gereinigt, erhitzt, gerührt und vermischt werden sie zu kleinen Kunststoffteilchen verarbeitet. Das klingt einfach, ist aber ein komplizierter chemischer Vorgang. Aus den Plastikteilchen werden dann wiederum zum Beispiel Parkbänke, Gießkannen oder Mülleimer gemacht. Mitsammeln kann jeder. Restaurants, Geschäfte, Schulen, Privatpersonen. Auch der Europa-Park in Rust und der Stuttgarter Flughafen machen bei der Stummel-Sammelaktion mit. In Stuttgart kommen ungefähr 10 000 Stummel in einer Woche zusammen. Gesammelt werden auch andere Gegenstände wie zum Beispiel Chipstüten, Kugelschreiber oder Spraydosen.