Fischstäbchen werden in Bremerhaven kontrolliert.
Fischstäbchen werden in Bremerhaven kontrolliert. | Foto: dpa

Vom Nordpazifik bis zu uns

Die lange Reise eines Fischstäbchens

Seelachs aus Alaska ist der Fisch, der in Deutschland am häufigsten gegessen wird. Aus ihm werden zum Beispiel auch Fischstäbchen gemacht. Die Reise des Fisches beginnt im Nordpazifik, teilt sich aber je nach Gebiet. Im östlichen Teil fangen ihn Fischer aus Alaska mit hochmodernen Fangschiffen. Nur ausgewachsene Tiere kommen ins Netz und die Beifangrate ist eine der niedrigsten der Welt. Das heißt, es werden kaum Fische gefangen, die nicht verarbeitet werden können. Der Großteil des hier gefangenen Alaska-Seelachses wird direkt nach dem Fang vom Skelett getrennt und bei minus 18 Grad zu Blöcken gefroren. Die Blöcke kommen dann mit dem Schiff nach Bremerhaven.

Fanggebiet ist wichtig

Im Nordwestpazifik gehen russische Fischer auf Alaska-Seelachs-Fang. Ihre Beifangquote ist ziemlich groß. Die Fische werden auf den Schiffen meist nur ausgenommen und eingefroren. Anschließend werden sie nach China transportiert, wo sie aufgetaut, filetiert und wieder eingefroren werden. Diese Verarbeitung ist trotz des großen Umwegs günstiger. Durch das zweimalige Einfrieren verliert der Fisch aber Wasser und Volumen. Aus China werden die Filetblöcke auch nach Bremerhaven gebracht. Hier befinden sich viele der wichtigsten Verarbeiter von Tiefkühlfisch in Europa. Für Fischstäbchen werden die tiefgefrorenen Blöcke in Form gesägt und mit einer Panierung versehen. Achtet doch beim Kauf einfach mal auf das Fanggebiet. Es steht auf der Packung.