Übung für den Ernstfall: Die syrischen Weisshelme simulieren die Bergung eines Kindes aus einem kaputten Haus.
Übung für den Ernstfall: Die syrischen Weisshelme simulieren die Bergung eines Kindes aus einem kaputten Haus. | Foto: AFP

Die Weisshelme sind sehr mutig

Die Lebensretter von Syrien

Seit fünf Jahren tobt in Syrien ein schlimmer Krieg. Immer wieder fallen Bomben auf Städte. Häuser werden zerstört und ganze Familien stehen plötzlich ohne ein Dach über dem Kopf da. In diesem ganzen Chaos gibt es eine Gruppe von Männern und Frauen, die helfen. Sie tragen weiße Helme auf dem Kopf und nennen sich deshalb „White Helmets“. Die Organisation, die nur aus freiwilligen Helfern besteht, hat in diesem Jahr mit den Alternativen Nobelpreis gewonnen.

Bäcker, Lehrer oder Apotheker

Die Weißhelme nennen sich auch „Syrischer Zivilschutz“ und genau das tun sie. Sie schützen die Zivilbevölkerung, also Frauen, Kinder und Männer, die mit dem Krieg in ihrem Land gar nichts am Hut haben. Zivilisten sind ganz einfach ausgedrückt, Menschen, die keine Uniform tragen. Auch die Weißhelme sind außer an ihrem hellen Kopfschutz an nichts zu erkennen. Sie haben keine Schutzausrüstung und sie tragen keine Waffen. Sie sind ganz normale Menschen: Bäcker, Lehrer, Apotheker, Fitnesstrainer. Insgesamt sind über 2 600 Menschen als Weißhelme tätig, darunter auch Frauen. Die Weißhelme werden sofort nach einem Bombenabwurf aktiv. Noch bevor sich der Staub der einstürzenden Häuser gelegt hat, suchen sie in den Trümmern nach Überlebenden. In der schwer umkämpften Stadt Aleppo müssen die Weißhelme an schlechten Tagen bis zu zwölfmal ausrücken. Ihre Mission ist ganz einfach und die Weißhelme beschreiben sie so: „So viele Menschenleben wie möglich in so kurzer Zeit wie möglich retten.“