Jean-Jacques Rousseau

Ein großer Denker und Philosoph

 

Heute vor über 300 Jahren wurde Jean-Jacques Rousseau in Genf in der Schweiz geboren. Dass er einmal ein großer Denker und Philosoph werden würde, war ihm nicht in die Wiege gelegt. Seine Mutter starb kurz nach seiner Geburt, bis zu seinem zwölften Lebensjahr lebte er bei seinem Vater, danach bei seinem Onkel. Rousseau hat zwar nie regelmäßig eine Schule besucht, aber er eignete sich bei sich jeder Gelegenheit, die sich ihm bot, Wissen an. Bis tief in die Nacht führte er mit seinem Vater Gespräche über Literatur. Als er für sich selbst sorgen musste, verdiente er seinen Lebensunterhalt auf verschiedene Weise: Er war Handwerker, Sekretär, Musiklehrer, Schriftsteller und Philosoph.

Kritische Ideen

Er war ein unternehmungslustiger, neugieriger Mann. Schon als Jugendlicher war Jean-Jaques als Wanderbursche unterwegs, auch später hielt es ihn nie lange an einem Wohnort. Er reiste viel, besuchte Universitäten und sprach mit den Menschen. In seinem 37. Lebensjahr hatte Rousseau eine Art Erleuchtung. Die Akademie zu Dijon hatte die Preisfrage gestellt, „ob der Fortschritt der Wissenschaften und der Künste zur Läuterung der Sitten beigetragen hat“. Rousseau beteiligte sich und erkannte, dass seine Berufung das Schreiben war, und zwar über Erziehung und das Menschsein. Mit seinen Ideen sorgte er häufig für große Aufregung und heftige Auseinandersetzungen. Rousseau war zum Beispiel der Meinung, dass der Mensch von Natur aus gut ist und nur Gesellschaft und Erziehung ihn böse werden lassen. Darüber schrieb er viele Bücher.