Bienen ernähren sich vom Nektar der Blumen.
Bienen ernähren sich vom Nektar der Blumen. | Foto: dpa

Insekten kommen lieber in die Stadt

Ein Haus für Bienen

Bienen können sich in den Städten heute besser ernähren als auf dem Land. Das liegt daran, dass in der Landwirtschaft oft die gleichen Sachen angebaut werden und sie so nicht das ganze Jahr über Blüten finden. Doch genau das ist wichtig. Bienen sorgen nämlich zum Beispiel für Honig und Obst. Eine Biene besucht mehrere hundert Blüten am Tag. Dort sammelt sie in Körbchen an den kleinen Hinterbeinen süßen Nektar und Blütenstaub. Den Nektar verarbeiten die Tiere in ihrem Bienenstock zu Honig. Und wenn eine Biene von Blüte zu Blüte fliegt, bleibt immer ein wenig Blütenstaub von der letzten Blüte an der neuen hängen. Die Blüten brauchen diesen Staub, damit aus einer Blüte eine Frucht werden kann.

Imker hatte eine Idee

Man sagt, die Blüte wird befruchtet. Für das Ökosystem ist es also schlimm, wenn es weniger Bienen gibt, denn sie tragen zum Erhalt vieler Pflanzen bei, die wiederum von anderen Tieren als Lebensraum oder Nahrungsquelle genutzt werden. Im Sommer blühen weniger Blumen auf den Wiesen und entlang der Felder und so finden die Bienen dort immer weniger Nahrung. In den Städten werden von den Menschen aber, weil es schön aussieht, viele bunte Blumen gepflanzt. Die Bienen fliegen hin und so verschiebt sich ihr Lebensraum. In Ansbach in Bayern möchte ein Imker, ein Züchter von Bienen, auf das Problem aufmerksam machen. Er hängt in einem Park einen künstlichen gestalteten Bienenkorb auf, in dem Bienen ein neues Zuhause finden können. Das neue Bienenhaus sieht aus wie eine Skulptur und hat damit auch einen künstlerischen Aspekt. Den geernteten Honig will der Bienenfreund an Kindergärten in der Stadt weitergegeben.