Ein Traktor verteilt Unkrautvernichter auf einem Feld,
Ein Traktor verteilt Unkrautvernichter auf einem Feld, | Foto: dpa

Was ist Glyphosat?

Ein Mittel vergiftet Unkraut und Blumen

Schon seit einiger Zeit streiten sich die Politiker der Europäischen Union über ein Unkrautvernichtungsmittel mit dem Namen Glyphosat. Dieses wird schon sehr lange in der Landwirtschaft eingesetzt und zwar überall dort, wo zwischen den Lebensmittelpflanzen Unkraut wächst. Glyphosat tötet dieses nämlich sofort ab. So können die Nutzpflanzen viel besser wachsen und die Erntemenge ist größer. Aber: Auch andere Pflanzen, zum Beispiel am Rand eines Ackers werden zerstört. Blumen wachsen dort auch nicht mehr. Für die Natur ist das ein großer Verlust mit unglaublichen Folgen. Wenn es nämlich immer ­weniger Wildblumen oder Unkraut gibt, dann gibt es auch immer weniger Insekten und so weiter.

Politiker streiten sich

Kritiker sagen aber auch, dass Glyphosat den Menschen krank macht. Kleine Mengen davon gelangen ja auch in unser Gemüse und Getreide. Und einige Experten glauben, dass es Krankheiten auslösen könnte. Andere Experten sagen aber, dass es bisher keine Beweise dafür gibt. Außerdem werde Glyphosat schon seit über 40 Jahren ohne größere Probleme verwendet. Sie sagen auch, dass die Mengen, die wir über Essen aufnehmen, zu gering sind, um krank zu machen. Die Politiker der EU sind sich nicht einig, ob das Unkrautgift weiter verwendet werden darf. Jetzt sollen neue Forschungen zeigen, ob Glyphosat wirklich so gefährlich ist oder nicht. Der Hersteller hat deshalb im Moment keine neue Zu­lassung für das Mittel bekommen. Das heißt, er darf es erst einmal nicht mehr verkaufen.