Schönes Schauspiel: Blitze erleuchten den Nachthimmel über Berlin.
Schönes Schauspiel: Blitze erleuchten den Nachthimmel über Berlin. | Foto: dpa

Schön, aber gefährlich

Eine halbe Million Blitze pro Jahr

Wenn du deine Hände schnell aneinander reibst spürst du, wie sie warm werden. Genau so ist es, wenn es blitzt. Wenn es feucht und warm ist, stoßen kleine Wasserteilchen in den Wolken ganz schnell aufeinander, so dass eine elektrische Ladung entsteht. Die Funken, die von einer Wolke zur anderen springen, erzeugen den Blitz. Gewitterforscher messen immer wieder, wie oft ein Blitz in den Boden oder in Gebäude einschlägt. Im vergangenen Jahr hat in Deutschland 550 000 Mal der Blitz eingeschlagen.

Schlaue Erfindung

Ein Blitz ist schnell: Mit 100 000 Kilometern pro Stunde erscheint er als greller Lichtpfeil am Himmel. Er ist 30 000 Grad Celsius heiß, nach einer tausendstel Sekunde ist er schon wieder verschwunden. Fast alle Gebäude haben einen Blitzableiter auf dem Dach, der den Blitz abfängt, damit er nicht ins Haus einschlägt. Durch die hohe Hitze könnte ein Feuer ausbrechen. Erfunden wurde der Blitzableiter 1752 von dem amerikanischen Naturwissenschaftler und Politiker Benjamin Franklin. Während eines Gewitters ließ er einen Drachen steigen, an dessen feuchter Schnur er am Ende einen Schlüssel befestigte. Als der Schlüssel in die Nähe der Erde kam, sprühte es Funken. Franklin hatte ziemliches Glück, dass er diesen Versuch überlebte. Was er beweisen konnte, war, dass elektrische Ladungen von Metallspitzen angezogen werden. Deshalb steht heute auf fast jedem Dach eine Metallstange mit einem Eisendraht verbunden, der den Blitz dann in die Erde ableitet. Der Blitz ist damit nicht mehr gefährlich.ari