Mit Windrädern wird aus Wind Strom gemacht.
Mit Windrädern wird aus Wind Strom gemacht. | Foto: dpa

BeNNi erklärt Begriffe

Energiewende – was ist das eigentlich?

Viele reden von der Energiewende, doch was ist das überhaupt? Jedes Gerät braucht Energie, um zu funktionieren: der Herd, die Heizung, der Fernseher. Wir schließen die Geräte an die Steckdose an und sie bekommen Strom. Aber woher kommt dieser Strom? Bisher oft aus Atom- oder Kohlekraftwerken. Doch das ist entweder gefährlich oder umweltschädigend. Seit es vor fünf Jahren in Japan zu einem schweren Unfall in einem Atomkraftwerk kam, sind die Menschen sensibler für die Gefahr und suchen nach ­anderen Möglichkeiten, Strom zu erzeugen. In Deutschland wurde daher die Hälfte der Atomkraftwerke abgeschaltet und die andere Hälfte soll bis 2022 vom Netz gehen.

Bald keine Atomkraftwerke mehr

Politiker setzten sich dafür ein, andere Energiequellen zu nutzen. Vor allem sollen „erneuerbare“ Energien verwendet werden, wie Sonne, Wasser oder Wind. Ihr habt vielleicht schon die großen Platten auf den Hausdächern gesehen. Damit wird die Strahlung der Sonne in Strom umgewandelt. Vor allem im Norden Deutschlands gibt es große Windräder, die sich drehen, wenn der Wind weht, und die so Strom erzeugen. Mit Energiewende meinen die Politiker die Abkehr von alten Energiequellen (Atomkraft und Kohle) hin zu den erneuerbaren und umweltfreundlichen. Zur Energiewende gehört aber auch, dass wir Energie sparen, indem wir Ladekabel aus der Steckdose nehmen oder das Licht ausschalten, wenn wir den Raum verlassen. Baden-Württemberg hat jetzt ein Klimaschutzgesetz. Darin steht, dass 2050 die Energie zu 80 Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen werden soll.