JEDE MENGE MÜNZEN: In Karlsruhe werden sie geprägt.
JEDE MENGE MÜNZEN: In Karlsruhe werden sie geprägt. | Foto: dpa

Hochmoderne Münze

„G“ steht für Karlsruhe

Wenn ihr etwas von eurem Taschengeld kauft, habt ihr euch beim Bezahlen die Euro-Münzen mal ganz genau angeschaut? Sie alle haben eine Besonderheit: Auf der Rückseite jeder Euromünze steht ein ganz kleiner Buchstabe. Wer ein „G“ findet, der weiß, dass dieses Geldstück aus Karlsruhe kommt. Könnt ihr ein „F“ lesen, wisst ihr, diese Münze wurde in Stuttgart hergestellt oder „geprägt“, wie es richtig heißt.

Kleinste Münzfabrik Deutschlands

In Karlsruhe befindet sich die kleinste Münzprägeanstalt Deutschlands. Die hochmoderne Geldfabrik ist in einem alten Gebäude untergebracht, das der Architekt Friedrich Weinbrenner 1827 erbaut hat. Im Inneren rattert und klimpert es ganz schön, wenn die Münzen blitzschnell aus den Prägemaschinen herausschießen. Zuerst sind die Geldstücke noch blank und glatt, bevor sie in der Präge-Maschine ihren Wert und Symbole, wie zum Beispiel den Bundesadler oder Eichenblätter erhalten. Nicht zu vergessen die Buchstaben. A steht übrigens für Berlin, J für Hamburg und D für München – aus fünf deutschen Städten kommt das Kleingeld. Die Karlsruher Geldmaschinen spucken im Jahr rund 250 Millionen Euro- und Centstücke aus. Seit neuestem gibt es sogar eine ganz moderne Erfindung aus Karlsruhe: nagelneue 5-Euro-Stücke, die absolut fälschungssicher sind. Sie haben einen äußeren Ring aus Metall und Kunststoff, den man nicht nachmachen kann. Diebe haben ­übrigens schlechte Karten: Die Münzen lagern in Tresoren mit ­besonders dicken Wänden.