IM BIENENSTOCK ist es im Winter kuschelig warm, weil sich die Bienen alle aneinander kuscheln.
IM BIENENSTOCK ist es im Winter kuschelig warm, weil sich die Bienen alle aneinander kuscheln. | Foto: dpa

Der Winter kommt

Insekten haben Tricks gegen Kälte

In den milden Monaten surren und krabbeln sie zu Millionen durch die Gegend: Insekten. Aber was machen die Tiere eigentlich im Winter? Um sich vor der Kälte zu schützen, haben sie einige Tricks. Der Erste: Die meisten Insekten machen einfach mal wochenlang nichts. Das heißt, sie suchen sich in Holzspalten, Bäumen, Mauerritzen oder Holzpfosten einen versteckten Platz, an dem sie vor Regen, Schnee oder ihren Feinden geschützt sind. Einige versammeln sich auch in größeren Gruppen. Marienkäfer beispielsweise bilden Gemeinschaften und kuscheln sich eng aneinander. Viele Ameisenarten verlegen ihr Nest im Winter tiefer in den Erdboden, wo es nicht so kalt ist.

Die Biene zittert

Zweiter Trick: Insekten bewegen sie sich so wenig wie möglich. Erst wenn die Temperaturen steigen, werden die Tiere wieder munter und krabbeln nach draußen. Es gibt aber auch ein Insekt, das sich bei kalten Temperaturen richtig viel bewegt: die Honigbiene. Nur sieht man sie nicht, denn Bienen fliegen nicht umher, sondern bleiben während der kalten Monate in ihrem Stock. Dort schließen sie sich zu einem kugeligen Gebilde zusammen. Das nennt man Wintertraube. In dieser zittern sie dann wie verrückt mit ihren Muskeln, denn so entsteht Wärme. Auch wenn es draußen friert, ist es deshalb im Bienenstock kuschelig warm. Andere Insekten sterben mit Beginn der kalten Jahreszeit. Sie haben aber frühzeitig ihre Eier abgelegt und so dafür gesorgt, dass im nächsten Frühjahr ihre Nachkommen wieder losfliegen können.