Auch die Rollstuhlbasketballerinnen  sind bei den Paralympics in  Rio de Janeiro dabei
Auch die Rollstuhlbasketballerinnen sind bei den Paralympics in Rio de Janeiro dabei | Foto: dpa

Paralympics in Rio

Kampf um Medaillen

In wenigen Tagen werden in ­Brasilien die Paralympics eröffnet, die deutschen Sportler sind bereits nach Rio de Janeiro gereist. Die Paralympics sind die Olympischen Spiele für körperlich behinderte Sportler. Sie finden immer in der selben Stadt wie die Olympischen Spiele statt und starten zwei Wochen später. Diesmal wurden aber kaum Eintrittskarten für die Wettbewerbe verkauft und die Sportler werden wohl vor sehr leeren Rängen um Medaillen kämpfen. Das ist na­türlich sehr schade. Auch werden keine Sportler aus Russland dabei sein, obwohl diese bei den Spielen vor zwei Jahren die erfolgreichste Nation waren. Das Land wurde von den diesjährigen Wettkämpfen ausgeschlossen, weil es seinen Sportlern zu verbotenem Doping geraten haben soll.

Kanuten sind neu dabei

1960 fanden die ersten Paralympischen Sommerspiele statt, 1976 die ersten Winterspiele. Wie die Olympischen Spiele für Sportler ohne Beeinträchtigung ist auch ­diese Veranstaltung ein großes Ereignis. Es treten Hunderte Sportler gegeneinander an, aber in weniger Disziplinen. Zu den 23 Wettkampfarten gehören beispielsweise Bogenschießen, Blindenfußball, Gewichtheben, Reiten, Segeln und Sitzvolleyball. Zum ersten Mal mit dabei sind die Kanuten und die Triathleten. Damit alle Sportler die gleiche Chance haben, werden sie in den einzelnen Disziplinen in Gruppen unterteilt. So treten Blinde und Sehbehinderte in einer Gruppe an, Rollstuhlfahrer in einer anderen. Das Zeichen der Paralympischen Spiele sind übrigens nicht die fünf olympischen Ringe, sondern drei farbige Bögen und das Kürzel IPC, das für das Internationale Paralympische Komitee steht.