Ein gesunkenes Schiff wurde zum künstlichen Riff.
Ein gesunkenes Schiff wurde zum künstlichen Riff. | Foto: dpa

Flugzeug versenkt

Künstliche Korallenriffe

In den Weltmeeren gibt es immer weniger Korallenriffe. Ein Riff ist eine lange, aber schmale Erhebung auf dem Gewässerboden, die es in verschiedensten Varianten gibt. Es existieren Felsenriffe, auch Klippen genannt, Sandriffe oder Sandbänke, Riffe die aus Muscheln bestehen und natürlich Korallenriffe. Vor allem Korallenriffe sind vom Aussterben bedroht. Das liegt zum einen an den Menschen, denn Taucher zerstören bei ihren Tauchgängen oft die Korallen. Zum anderen werden die Meere durch den Klimawandel immer wärmer und die Korallen sterben ab. Seit längerem erschaffen Menschen deshalb künstliche Riffe. Sie versenken dafür Gegenstände auf dem Meeresboden, deren harte Oberflächen sich vom Boden abheben.

Teurer Umweltschutz

Das können zum Beispiel Schiffe, Flugzeuge oder sogar Skulpturen sein. An diesen heften sich Algen und wirbellose Wassertiere – wie Seepocken, Austern und Korallen – selbst an. Die neuen Riffe werden dann zur Nahrungsquelle für die Fische in der näheren Umgebung. Diese Art des Umweltschutzes ist allerdings ganz schön teuer. Vor kurzem wurde zum Beispiel vor der türkischen Küste ein Airbus A300 versenkt. Das ausgemusterte Flugzeug hatte die Gemeinde Aydin von einem privaten Luftfahrtunternehmen für knapp 92 000 Dollar gekauft.
Jetzt soll es Taucher und somit Touristen anlocken und für Korallen und Fische als Zufluchtsort dienen. Weltweit nimmt die Zahl der künstlichen Riffe immer mehr zu. So wurden seit 2012 allein 420 ehemalige Ölplattformen in dauerhafte künstliche Riffe umgewandelt. Umweltschützer finden das übrigens gut.