Ein Langstreckenflugzeug scheint am Mond vorbei zu fliegen und hinterlässt dabei Kondensstreifen am Himmel.
Ein Langstreckenflugzeug scheint am Mond vorbei zu fliegen und hinterlässt dabei Kondensstreifen am Himmel. | Foto: dpa

Woher kommen Kondensstreifen?

Maler am Himmel

An wolkenlosen Tagen sieht der Himmel manchmal aus, als habe jemand mit einem Stift kreuz und quer weiße Linien darübergezogen. Schaut man genauer hin, dann erkennt man: Es waren Flugzeuge. Die Linien, die sie ziehen, sind lange, dünne Wolken. Sie werden auch Kondensstreifen genannt. An manchen Tagen sind die Kondensstreifen lange Zeit zu sehen, an anderen entstehen sie erst gar nicht richtig. Das hängt davon ab, wie kalt und feucht es in der Höhe ist. Kondensstreifen sind nämlich künstliche Wolken aus Eiskristallen die entstehen, wenn Düsenflugzeuge in großer Höhe, etwa ab 8 000 Metern, fliegen. Dann vermischen sich die heißen Abgase der Düsenflieger mit der extrem kalten und feuchten Luft rund um das Flugzeug.

Eisteilchen in der Luft

Herrschen dort oben etwa minus 40 Grad, dann können die in den Kondensstreifen gebildeten Eisteilchen lange überleben. Sie breiten sich aus und sind so oft für Stunden sichtbar. Lösen sich Kondensstreifen relativ schnell wieder auf, ist die Luft rund um ein Düsenflugzeug nicht besonders kalt und feucht und die Eiskristalle verdunsten gleich wieder. Wer bei schönem Wetter wandern gehen möchte, kann sich dieses Wissen zunutze machen. Bleibt der Streifen am Himmel stehen und löst sich nicht auf, und ist er noch dazu ziemlich breit, dann ist es in dieser Flughöhe offensichtlich feucht und windig. Dann wisst ihr: Das Wetter wird sich schon bald ändern. Wenn sich der Kondensstreifen erst gar nicht richtig bilden und sich, sobald das Flugzeug durchgerauscht ist, schnell wieder auflöst, dann ist nicht genug Feuchtigkeit da. Für uns auf der Erde bedeutet das, dass das Wetter bleibt wie es ist.