Mesut Özil isst während der EM und trotz Ramadan ganz normal.
Mesut Özil isst während der EM und trotz Ramadan ganz normal. | Foto: dpa

Dürfen muslimische Sportler das Fasten brechen?

Ramadan und Spitzensport

Für gläubige Muslime hat vor ­wenigen Tagen eine wichtige Zeit begonnen: Der Ramadan. Einen Monat lang werden sie nun von morgens bis abends fasten. Also nichts essen und auch nichts trinken. Das Fastengebot gilt allerdings nicht für Kinder, alte oder kranke Menschen. Das Wort „Ramadan“ ist arabisch und bedeutet so viel wie „brennende Hitze und Trockenheit“. Es soll damit vor allem der Durst gemeint sein, den die Muslime während des Fastens spüren. Muslime sind Menschen, deren Religion der Islam ist. Sie glauben an den Gott Allah und den Propheten Mohammed. Ihr heiliges Buch heißt Koran. Darin steht, dass alle Muslime die Regeln des Ramadan einhalten müssen. Dazu gehört das Fasten und auch, dass sie nichts Böses tun.

Problem für EM-Teilnehmer

Im Ramadan hungern die Menschen aber nicht die ganze Zeit. Nach Sonnenuntergang dürfen sie das Fasten bis zum nächsten Morgen unterbrechen. Viele Muslime treffen sich dann mit Freunden oder Verwandten zum Essen, beten gemeinsam und lesen im Koran. Nach der Fußball-WM vor zwei Jahren fällt der Ramadan jetzt wieder in die Zeit einer Fußballmeisterschaft. Das ist ziemlich blöd, denn für die Muslime, die dort teilnehmen, ist es eine schwere Zeit. Sie müssen sich nämlich entscheiden, ob sie auf das Fasten verzichten oder sich darauf einstellen, dass sie tagsüber hungern und wahrscheinlich keine volle Leistung bringen werden. Experten sind sich sicher, dass wer bei einer so körperlichen Anstrengung nichts trinkt oder isst, seine Gesundheit gefährdet. Das sieht auch der deutsche Nationalspieler Mesut Özil so und hat gesagt, dass er wegen der EM auf das Fasten verzichtet.