ARCHIV - Kühe stehen am 06.06.2011 auf einer Weide bei Friedrichroda (Thüringen). Foto: Martin Schutt/lth (zu dpa «Hohe Kosten durch Entschädigungen für Rinder-Herpes erwartet» vom 15.04.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
VERDAUUNGSPROBLEME: Leider produzieren Kühe nicht nur Milch. Foto: dpa

Klimaschutz

Rülpser von Kühen verpesten die Luft

Was passiert, wenn du ein großes Glas Sprudel getrunken hast? Ööörrrp! Genau! Auch wer die Olchis nicht kennt, weiß, wie es sich anhört, wenn die Luft, die man mitgeschluckt hat, plötzlich wieder „hallo“ sagt. Für uns Menschen ganz normal (aber bitte nicht so laut!), für Tiere auch. Aber: Wenn eine Kuh einen Rülpser macht, dann kann sich das negativ auf unser Klima auswirken. Kühe verdauen ihr Futter mithilfe von Millionen kleiner Bakterien. Das Futter wandert durch mehrere Mägen, bis es wieder im Maul landet und dort noch mal gekaut wird. Dabei entstehen Gase – eines davon ist Methan. Ganz besonders viel Methan entsteht, wenn die Kühe mit Mais, Soja und Getreide gefüttert werden statt mit Gras von der Weide. Wenn die Kuh rülpst oder pupst – und das macht sie etwa alle 40 Sekunden –, verteilt sich das Methan in der Luft. Bei einer großen Kuhherde kommt da eine ziemlich große Wolke zusammen.

Von wegen nur heiße Luft

Und genau das ist schädlich, denn das Methan trägt – gemeinsam mit anderen Gasen – dazu bei, dass es auf der Erde immer wärmer wird. Dadurch kann es zu Naturkatastrophen, wie Stürmen, Trockenheit und Überschwemmungen kommen. Auch Klärwerke und Müllhalden produzieren zum Beispiel das ungesunde Gas. Da man den Kühen das Rülpsen nicht verbieten kann, muss man sich etwas einfallen lassen. Eine Lösung wäre, weniger Fleisch und Wurst zu essen oder den Tieren leichter verdauliches Futter zu geben. Klimaforscher auf der ganzen Welt versuchen, unter anderem mit neuen Futtersorten oder speziellen Impfungen, das Problem in den Griff zu kriegen. ari