In Polen treffen sich gerade Soldaten zu einer Militärübung.
In Polen treffen sich gerade Soldaten zu einer Militärübung. | Foto: dpa

31000 Nato-Soldaten üben in Polen

Russland ärgert sich über Militäraktion

In Polen läuft gerade eine große Militärübung. Das bedeutet: Die Soldaten üben, was sie im Kriegsfall tun müssen. In Russland finden die Politiker das gar nicht gut. An der Militärübung nehmen nämlich nicht nur Soldaten, Flugzeuge und Schiffe aus Polen teil, sondern auch aus 24 befreundeten Ländern. Rund 31 000 Soldaten sind dabei, unter anderem auch aus Deutschland und den USA. Die meisten dieser Länder gehören zum weltweiten Militärbündnis Nato. Die Truppen üben, was zu tun ist, wenn Polen aus dem Osten angegriffen würde. Und genau das ist es, was die Russen stört. Mit dem möglichen Angreifer aus dem Osten ist eigentlich ihr Land gemeint. Vor zwei Jahren gab es tatsächlich einen solchen Fall.

Warnung für Russland?

Russische Soldaten hatten einen Teil der Ukraine besetzt. Die Ukraine ist Polens Nachbarland und dort setzte sich 2014 Russland gegen die ukrainischen Soldaten auf der Krim durch. Seither weht  auf der ukrainischen Halbinsel im Schwarzen Meer die russische Flagge. Andere Länder wie etwa Estland, Lettland, Litauen und eben auch Polen befürchten nun, dass ihnen etwas Ähnliches passieren könnte. Die jetzige Militärübung, die den Namen „Anakonda 2016“ trägt, kann daher tatsächlich auch als Warnung für Russland verstanden werden. Vor allem Polen möchte Russland damit wohl zeigen, dass es viele starke Freunde hat und sich ein Angriff nicht lohnt. Russische Politiker sagen, dass man Russland mit der Übung drohen will und damit den Frieden in Gefahr bringt.