Liebesbotschaften sind für die Opfer von Stalkern nichts schönes.
Liebesbotschaften sind für die Opfer von Stalkern nichts schönes. | Foto: dpa

Strengere Strafen

Stalker schleichen sich an

Stalking (sprich: stoaking) ist ein englisches Wort und heißt so viel wie „sich anschleichen“. Der Begriff kommt aus der Sprache der Jäger, denn die tun das, wenn sie zum Beispiel hinter Rehen her sind. Als Stalker bezeichnet man Menschen, die einen anderen andauernd beobachten und verfolgen. Zu Stalkern werden oft Männer oder Frauen, die für ihr Opfer schwärmen, zum Beispiel für einen Promi oder auch für einen ganz normalen Menschen. Doch leider bleibt es beim Stalking nicht bei der Schwärmerei. Der Stalker will mehr, er möchte immer in der Nähe seines Opfers sein und verfolgt es überall hin. Oder er ruft ganz oft an, um die Stimme der angebeteten Person zu hören und das nicht nur tagsüber, sondern auch nachts.

Neues Gesetz hilft Opfern

Das geht manchmal jahrelang so und ist für die Opfer sehr schlimm. Stalking ist seit 2007 in Deutschland strafbar. Wenn jemand einen anderen andauernd verfolgt, kann er dafür zu einer Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren verurteilt werden. Noch härter können Leute bestraft werden, die durch Stalking ihre Opfer in lebensbedrohliche Situationen bringen oder sie verletzen. Auch das hat es nämlich schon gegeben. Doch bisher haben diese Strafen den meisten Opfern nichts genutzt. Sie wurden nämlich erst verhängt, wenn der Stalker die – so stand es im Gesetz – „Lebensgestaltung schwerwiegend beeinträchtigt“. Das war zum Beispiel der Fall, wenn das Opfer wegen des Verfolgers umziehen oder den Arbeitsplatz wechseln musste, um seinem Verfolger zu entgehen. Eigentlich wurde also das Opfer bestraft. Dies empfanden Politiker als ungerecht und änderten nun das Gesetz zum Vorteil der Opfer.