Die Mauer muss weg: Im November 1989 in Berlin.
Die Mauer muss weg: Im November 1989 in Berlin. | Foto: dpa

Nationalfeiertag 3. Oktober

Wie aus Deutschland wieder ein Land wurde

Am Montag bleiben Schulen, Büros und Geschäfte geschlossen, weil das ganze Land am 3. Oktober den Nationalfeiertag begeht. Fast jeder Staat hat einen solchen Tag. Meistens findet er jedes Jahr zu einem Datum statt, das für die Geschichte des Landes besonders wichtig war. Unser Nationalfeiertag heißt auch „Tag der Deutschen Einheit.“ Am 3. Oktober 1990 nämlich wurde aus den beiden Teilen Deutschlands, der DDR und der BRD, wieder ein Land.

Grenze wurde scharf bewacht

Die Trennung in DDR – das steht für Deutsche Demokratische Republik – und BRD (für Bundesrepublik Deutschland) bestand seit 1949. Die DDR lag im Osten, die BRD im Westen. Beide Staaten waren strikt getrennt. Die Grenze, die aus einer hohen Mauer, viel Stacheldraht und einem breiten Streifen mit versteckten Minen (dem Todesstreifen) bestand, wurde außerdem noch von DDR-Soldaten und Polizisten bewacht. Viele Menschen, die die DDR verlassen wollten, wurden bei dem Versuch getötet oder festgenommen. Die Einwohner der DDR wurden mit den Lebensbedingungen in ihrem Land immer unzufriedener. Sie wollten die Grenze nicht mehr akzeptieren und begannen, friedlich gegen die Teilung zu demonstrieren. Im Herbst 1989 wurden die Machthaber der DDR so gezwungen, die Grenze zu öffnen. Am 9. November 1989 fiel als erstes die Mauer in Berlin. Mit ihr brach auch die DDR langsam zusammen, und am 3. Oktober 1990 wurde der Einigungsvertrag unterschrieben. Seitdem gibt es nur noch ein Deutschland.