Indoor Meeting in Karlsruhe
Das Indoor Meeting findet auch 2017 wieder in Karlsruhe statt | Foto: jodo

Finanzierung gesichert

Auch 2017 Indoor Meeting in Karlsruhe

Die Zitterpartie ist beendet: Karlsruhe wird auch im kommenden Jahr das Indoor Meeting ausrichten. Das bestätigen Sportchef Alain Blondel und Martin Wacker, Chef der städtischen Event GmbH.
Über Monate hinweg war unklar, ob die Finanzierung gelingt.

Indoor Meeting am 4. Februar

Weil das Indoor Meeting nach dem Aus der Europahalle für Großveranstaltung 2015 in die Halle zwei der Messe umziehen musste, fielen deutlich höhere Kosten für die Infrastruktur an. Gleichzeitig fährt die Stadt ihren Zuschuss künftig von 820 000 Euro auf 550 000 Euro zurück. Deshalb musste mehr Sponsorengeld eingeworben werden. Dienstleister gewährten Rabatte. Durch den Verzicht auf Sportveranstaltungen im Vorfeld des Meetings – das am 4. Februar stattfindet – wurden 70 000 Euro gespart.

Internationales Zugpferd

Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) bezeichnet die Veranstaltung als „ein wichtiges internationales Zugpferd“. Er freue sich, „dass es bleibt und den Namen unserer Stadt und der Region künftig noch einprägsamer in die Welt trägt“. Das Meeting ist – wie es die Events in Boston, Stockholm und Glasgow sind – Teil der World Indoor Tour des Weltleichtathletikverbands. Die Karlsruher Veranstalter hoffen, dass dieser einen Titelsponsor für alle Standorte gewinnt und die TV-Rechte zentral vermarktet.

Strikter Kostenrahmen

Das Indoor Meeting erlebt nun also seine 33. Auflage – für die der Gemeinderat einen strikten Kostenrahmen setzte. Und der wurde nun erfüllt. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Dank neuer Partner, bewährter Unterstützer und flexibler Dienstleister ist es uns gelungen, die entscheidende Weiche zur Realisierung des Meetings am Standort Messe Karlsruhe zu stellen“, bilanziert Martin Wacker, Geschäftsführer der ausrichtenden Karlsruhe Event GmbH (KEG).

Einfach nur großartig

Bei der Leichtathletik-Gemeinschaft Region Karlsruhe ist der Jubel groß: „Es ist einfach nur großartig, dass es weiterhin Weltklasse-Leichtathletik in Karlsruhe gibt“, meint Angelika Solibieda, Vorsitzende der LG Region Karlsruhe. Weiter sagt sie: „Mein aufrichtiger Dank geht an die Karlsruher Event GmbH, der es tatsächlich gelungen ist, die geforderten Rahmenbedingungen zu schaffen, um das Go der Sportstadt Karlsruhe zu erhalten.“

Sponsoren legten nach

Einige Sponsoren legten für 2017 noch eine Schippe drauf, andere engagieren sich erstmals. Auch die BNN helfen mit, die Sportveranstaltung zu erhalten – die seit diesem Jahr an internationalem Renommee gewonnen hat. Nun ist sie Teil der „World Indoor Tour“. Bei der feierte in diesem Jahr Dafne Schippers einen Erfolg über 60 Meter:

 

 

„Wir sind damit nach 33 Jahren auf einem Sonnenplatz“, sagt Meeting-Sportchef Alain Blondel. Es sei wichtig gewesen, diesen jetzt nicht aufzugeben. Gleichzeitig sei man es den Aktiven, aber auch den Gründervätern und den vielen Ehrenamtlichen schuldig gewesen, für den Erhalt der Veranstaltung zu kämpfen. „Das Meeting gehört zu Karlsruhe. Und Karlsruhe gehört zur Weltelite“, so Blondel.

Angebot als Chance

Insofern habe man das Angebot des Gemeinderats dankbar als Chance angenommen, so Wacker. Das Gremium bewilligte für das Meeting in der Europahalle stets einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro. Weil diese Arena aus Brandschutzgründen nicht mehr für Großveranstaltungen zur Verfügung steht, erfolgte 2015 der Umzug in die Messe.
„Eine nackte Halle“ finde man dort vor, so Wacker. Entsprechend teurer sei die Infrastruktur. Deshalb gewährte die Stadt 2015 und 2016 einen Zuschuss von jeweils 820.000 Euro, künftig sollen es 550.000 Euro sein. Wobei Blondel und Wacker darauf setzen, dass der Weltleichtathletikverband (IAAF) etwa über eine zentrale Vermarktung von TV-Übertragungsrechten zur Finanzierung vor Ort beiträgt. Hier finden sich mehr Informationen zum IAAF.

Husarenritt

Insofern konzentrierten sich die Karlsruher Verantwortlichen nun erst einmal auf das Meeting 2017. „Wir denken von Jahr zu Jahr“, erklärt Wacker. Und es sei „ein jährlicher Husarenritt, so ein Megaevent infrastrukturell zu koordinieren“.
Blondel will nun Gespräche mit Athleten suchen, zuletzt waren in Karlsruhe auch Olympiasieger und Weltrekordhalter am Start. Die Bilder aus Karlsruhe wurden weltweit übertragen, 4 600 Besucher verfolgten das Geschehen in der Halle. Der Ticketverkauf für 2017 startet – ebenso wie der für „Das Fest“ – am Donnerstag, 24. November zum Auftakt des Christkindlesmarktes in der KEG-Hütte.