Schulterschluss: Im Bild die künftigen Vorstandsmitglieder der "Volksbank in der Ortenau", Andreas Herz, Clemens Fritz, Günter Quicker und Markus Dauber.
Schulterschluss: Im Bild die künftigen Vorstandsmitglieder der "Volksbank in der Ortenau", Andreas Herz, Clemens Fritz, Günter Quicker und Markus Dauber. | Foto: Roland Spether

Volksbank Achern

Mehrheit für Verschmelzung mit Offenburg

Die erste Weiche für die neue „Volksbank in der Ortenau“ hat die Vertreterversammlung der Volksbank Achern gestellt. Das Signal für die Verschmelzung der Volksbanken Achern und Offenburg war überzeugend:  99,13 Prozent der Vertreter stimmten bei der Vertreterversammlung im Sasbachwaldener Kurhaus dafür und stärkten den Verantwortlichen damit eindrucksvoll den Rücken. „Das ist auch ein kraftvolles Signal nach Offenburg“, freute sich der Präsident des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes, Roman Glaser, der die Verschmelzung als die „absolut richtige Weichenstellung“ bezeichnete. Der Verband unterstütze diese „voll und ganz“, so Roman Glaser: „Der Genossenschaftsgedanke lebt und er ist aktueller denn je“.

Nur zwei Gegenstimmen

Von 233 stimmberechtigten Mitgliedern votierten zwei gegen die Verschmelzung, vier enthielten sich der Stimme. Damit war aus der Sicht der Volksbank Achern eine fundamentale Entscheidung für die anvisierte Fusion getroffen, die nächste muss am Dienstag 28. Juni, in Offenburg bei der dortigen Vertreterversammlung erfolgen. Vor der Abstimmung über die Verschmelzung und den Verschmelzungsvertragsentwurf hatte Roman Glaser das Prüfungsgutachten des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes verlesen, in dem alle rechtlichen und notwendigen Festsetzungen dargelegt sind. Die Fusion bezeichnete der Präsident als richtigen Schritt, um die Kräfte zu bündeln, die Bank zu stärken und mit einem intensiven Strategieprogramm die zukünftigen Herausforderungen anzugehen. „Der Geist der freien Genossenschaft ist der Geist der modernen Gesellschaft“, zitierte Roman Glaser den Vater der Genossenschaften, Hermann Schulze-Delitzsch (1808 bis 1883).

Dass der Tagesordnungspunkt Verschmelzung ohne eine einzige Frage aus dem Mitgliederkreis und ohne Diskussion über die Bühne ging, hatte mit seinen Grund in der intensiven Vorarbeit der Volksbank auf allen Ebenen. Darauf verwies Clemens Fritz; er stellte fest, dass in den letzten sieben Monaten das Fusionsprojekt „mit großer Sachlichkeit und in einer sehr angenehmen Atmosphäre, respektvoll und wertschätzend im persönlichen Miteinander“ vorbereitet wurde. Jeder Schritt in diesem Prozess wurde sehr konstruktiv diskutiert und jeweils einstimmig beschlossen.

„Chancen verbessern“

Zentrales Anliegen und Ziel der Verschmelzung sei es, „Chancen zu verbessern und Kosten zu vermeiden“, wobei es nicht primär darum gehe, eine Strategie zur Kostenreduzierung umzusetzen. Vielmehr sei das erklärte Ziel, den „Wachstumsansatz“ mit einer Bilanzsumme von aktuell 2,7 Milliarden Euro bei der Verschmelzung in den Mittelpunkt zu stellen und damit mehr Spielräume zu haben, Geschäftschancen im Kreditgeschäft zu erhöhen und die Wettbewerbssicherheit zu sichern. „Fast 300 Millionen Euro Eigenkapital ist die Voraussetzung und der Garant für Wachstum, in schwierigen Zeiten aber auch das verlässliche Sicherheitsnetz“.