Wenig Freude löst in Achern die neue Ampelanlage auf dem Autobahnzubringer aus.  Diese werde nach Ansicht der Kritiker vermehrt zu Staus führen.
Wenig Freude löst in Achern die neue Ampelanlage auf dem Autobahnzubringer aus. Diese werde nach Ansicht der Kritiker vermehrt zu Staus führen. | Foto: Roland Spether

"Das ist richtig großer Mist"

Rote Karte für neue Ampel in Achern

„Das ist richtig großer Mist.“ Mit Blick auf die neue Ampelanlage auf dem Autobahnzubringer nahm CDU-Fraktionsvorsitzender Karl Früh in der jüngsten Sitzung des Acherner Gemeinderats kein Blatt vor den Mund. Die Ampel sorge für Staus, die unter anderem dazu führen, dass er selbst zu Gemeinderatssitzungen nicht pünktlich erscheinen könne.
„Die Ampel ist hinderlich für den Verkehrsfluss“, stellte Früh fest und erinnerte daran, dass man sich in Achern immer gegen die Signalanlage in Höhe des Euro-Rasthofs gewehrt und statt dessen stets einen Kreisverkehr gefordert habe. Tatsächlich finden sich im Archiv unserer Zeitung zahlreiche Artikel, die von dem immer wieder erfolglosen Einsatz der Acherner Kommunalpolitik gegen diese Ampel berichten. Diese war vom planenden Regierungspräsidium Freiburg stets mit dem Argument der zusätzlichen Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer begründet worden.

Regierungspräsidium will „prüfen“

Mit Zurückhaltung nahmen  Vertreter von Polizei und Regierungspräsidium die Kritik aus Achern zur Kenntnis: Es sei noch zu früh, die Staugefahr auf der Landesstraße 87 konkret zu beurteilen, zumal in jüngster Zeit Tagesbaustellen mit einstreifiger Verkehrsführung eingerichtet wurden. Man werde die Sachlage „prüfen“, hieß es auf Anfrage in Freiburg. Dies gelte auch für eine mögliche Neujustierung der Ampelschaltung.

„Kreisverkehr kein Allheilmittel“

Dass jedoch auch in Achern unterschiedliche Auffassungen zu der neuen Ampel gibt, zeigten die Reaktionen der Stadträte Manfred Nock (ABL) und Thomas Beck (Freie Wähler). Während Beck insbesondere die Vorteile für Linksabbieger aus Richtung Großweier ins Feld führte, machte Nock deutlich, dass er den Worten Frühs „in keinster Weise“ folgen könne: „Ein Kreisverkehr ist kein Allheilmittel.“