Lehrschwimmbecken
Lehrschwimmbecken | Foto: Schulte-Walter

Zentrales Lehrschwimmbecken

Ettlingen investiert vier Millionen Euro

Das neue Ettlinger Lehrschwimmbecken in Nachbarschaft zum Albgau-Hallenbad ist fertig. Ab sofort können Schulen dort Schwimmunterricht abhalten, Vereine im Aquacycling oder Wasserball traineren und Anbieter im Gesundheitswesen Präventions- oder Rehakurse anbieten. Der farbenfrohe Neubau entstand binnen eineinhalb Jahren Bauzeit.

Stadtwerke sind der Bauherr

Bauherr waren die Stadtwerke Ettlingen, die für alle Bäder in die Stadt zuständig sind und damit auch deren Defizit tragen. Das Geld für das Projekt kam von der Stadt Ettlingen. Investiert wurden gut vier Millionen Euro. Oberbürgermeister Johannes Arnold erinnerte bei der Einweihungsfeier kurz an den Entscheidungsfindungsprozess im Gemeinderat. Die beiden Lehrschwimmbecken an der Thiebauthschule und an der Hans-Thoma-Schule in Spessart seien in die Jahre gekommen, andere habe man schon früher geschlossen. Es sei richtig gewesen, an zentralem Ort Geld in die Hand zu nehmen. Das Lehrschwimmbecken sei eine „klare Bereicherung für Ettlingen.

Investition wird  sich rechnen

Die Investition wird sich rechnen zeigte sich Arnold überzeugt.  De alten Becken haben hohe  Energiekosten  und Sanierungsaufwand. Der Schwimmunterricht sei Bestandteil des Lehrplans, schon deshalb stehe Ettlingen in der Verantwortung, hier etwas zu tun. Wichtig sei bei der Planung des Lehrschwimmbeckens gewesen, dass es „möglichst vielfältig genutzt werden kann.“

Hubboden stufenlos verstellbar

Das barrierefrei erschlossene Gebäude hat einen separaten Zugang und eine Verbindungsbrücke zum Albgaubad. Die ist aber nur offen, wenn das eigentliche Hallenbad aufgrund vieler Gäste entlastet werden muss – erfahrungsgemäß während der Weihnachtsferien. Das Lehrschwimmbecken ist 16 Meter lang und acht Meter breit; es verfügt über einen stufenlos verstellbaren Hubboden. Der erlaubt flexible Wassertiefen – von wenigen Zentimetern bis zu einer Tiefe von 2,20 Metern.

Im Umkreis nichts Vegleichbares

Die Energieversorgung läuft über das Albgau-Hallenbad, von dort kommt auch das erforderliche Personal. Stadtwerke-Geschäftsführer Eberhard Oehler sprach voller Stolz von einer „nahezu perfekten Bäderlandschaft in Ettlingen“; im weiteren Umkreis gebe es nichts Vergleichbares. Man werde mit dem Mandat, das der Gemeinderat gegeben habe, „sorgfältig umgehen“. Architekt Uwe Keppler, der das Büro des während der Bauzeit verstorbenen Helmut Schick weiterführt, hatte noch ein paar Zahlen parat: 133 Quadratmeter Wasserfläche, 1 350 Quadratmeter Bruttogeschossfläche und 7 000 Kubikmeter umbauter Raum. 23 Gewerke waren aktiv sagte er, ehe er den symbolische Schlüssel an Johannes Arnold und Eberhard Oehler überreichte.
Im Anschluss gab´s Vorführungen aufIndoor-Fahrrädern und Trampolin im Wasser, um zu zeigen, was der Hubboden so alles erlaubt. Bei einem „Tag der offenen Tür“ konnten sich Bürgerinnen und Bürger dann selbst einen Eindruck machen.