Neuer Feuerwehrchef in Bretten
Geordnete Verhältnisse wird es ab März 2017 wieder bei der Brettener Feuerwehr geben: Der Gemeinderat wählte einen neuen Kommandanten | Foto: Rebel

Bereits zweite Ausschreibung

Feuerwehr: Brettener Rat wählt neuen Kommandanten

Das lange Suchen nach einem hauptamtlichen Kommandanten der Brettener Feuerwehr hat ein Ende: Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung sprach sich der Gemeinderat am Dienstagabend für den von der Verwaltung vorgeschlagenen Benjamin Heß aus. Der derzeitige Mitarbeiter des Fachbereichs Bauwesen und Denkmalschutz beim Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald (Freiburg) ist dort unter anderem als Sachverständiger für die Durchführung von Brandverhütungsschauen zuständig. Er soll laut BNN-Informationen am 1. März 2017 sein Amt im Brettener Rathaus antreten.

Noch einige fehlende Qualifikationen

Wie die BNN weiter erfahren haben, fehlten Heß noch zahlreiche Aus- und Weiterbildungen für die neue Aufgabe, für die laut Aussagen der Verwaltung noch ein- bis eineinhalb Jahre veranschlagt werden müssten.

Brettener Feuerwehr nicht in Verfahren einbezogen

Die Brettener Feuerwehr war in das Ausschreibungsverfahren offenbar nicht miteinbezogen worden, wie Feuerwehr-intern kritisiert wurde. Es war bereits die zweite Ausschreibung. Bei der ersten hatte man sich zu Beginn des Jahres für Alexander Brückl entschieden, der aber Ende Mai, nach nur knapp sieben Wochen, sein Amt wegen interner Querelen in der Wehr und „mangelndem Rückhalt“ vonseiten der Stadtverwaltung, wie er das damals gegenüber den BNN schilderte, niedergelegt hatte.

Pfadfinder entzünden Friedenslicht

Ohne Querelen und lange Diskussionen verlief der öffentliche Teil der Sitzung, zu deren Beginn traditionell die Pfadfinder des Stammes „Bretten Ascolar“ das Friedenslicht aus Bethlehem entzündeten. Wie Pfadfinderchef Philipp Nauheimer erläuterte, will man sich unter dem diesjährigen Motto „Frieden gefällt mir“ gegen den Hass und gegen extremistische Hetze in den sozialen Medien wenden. Seit 30 Jahren gebe es die Aktion der Pfadfinder, so Nauheimer – und das offene Licht sei das einzige Feuer, das jemals in einem Flugzeug offiziell transportiert worden sei.

Ordnungsamts-Chefin verabschiedet

Mit dem Verdienstabzeichen in Gold des Städtetages Baden-Württemberg und der Ehrennadel des Gemeindetags zeichnete OB Martin Wolff den langjährigen Gölshäuser Ortsvorsteher Manfred Hartmann (seit 26. Oktober 1986 im Amt) und den langjährigen Ortschaftsrat und (seit 30. September 2014) Ortsvorsteher von Diedelsheim, Martin Kern, aus und würdigte deren Wirken.

Ehrungen im Gemeinderat
Verdiente Kommunalpolitiker zeichneten OB Wolff (Dritter von rechts) und Bürgermeister Nöltner (links) aus – und verabschiedeten die langjährige Amtsleiterin Karin Franz. Zudem wurde „Kümmerer“ Hans Schmitt (rechts) gewürdigt. Verdienstabzeichen und Ehrennadeln gab es für Martin Kern (Zweiter von links) und Manfred Hartmann. | Foto: Drescher

Gewürdigt wurde auch die aus dem Amt scheidende Leiterin des Ordnungsamtes, Karin Franz. „Sie haben immer rechtzeitig den Finger gehoben und sich nicht verbiegen lassen“, so Wolff in seiner Laudatio. Im Namen des Gemeinderats dankte Stadtrat Gerd Bischoff (FDP) der künftigen Pensionärin, die im Juli 1999 als Ordnungsamtsleiterin „ein Amt, das nicht immer einfach ist“ (Bischoff) angetreten hatte.
In ihrer emotionalen Dankesrede erinnerte sich Karin Franz an ihre erste Amtshandlung – beim Peter-und-Paul-Fest 1999 ein Handy-Verbot durchzusetzen und verwies auf die Verdopplung des Personals seit Beginn ihrer Amtszeit auf nunmehr 32 Mitarbeiter.