Was passiert mit dem Sporgassenplatz?
Mit dem Sprgassenplatz soll es bald vorangehen, fordern unter anderem CDU und Grüne in Bretten | Foto: Rebel

Beschluss für Sporgasse fehlt

Grünen-Fraktion wirft Brettener OB Untätigkeit vor

Nach der CDU haben sich nun auch die Brettener Grünen zum Thema Sporgasse und Innenstadt zu Wort gemeldet. „Mit großer öffentlicher Geste hat die CDU zum wiederholten Mal ihre Wunschvorstellungen zur Sporgasse kundgetan“, erklärt die Ratsfraktion der Grünen gegenüber den BNN. Dagegen sei nichts einzuwenden, allein, es fehlten „alle Hinweise, wie der Weg zum Ziel aussehen soll. Da hilft auch ein neu geschaffenes Beratergremium wenig, in dem sich auffällig viele Leute tummeln, die in ihrer eigenen aktiven Zeit an den Schaltstellen der Stadt 25 Jahre Zeit hatten, an der Sporgasse etwas zum Positiven zu bewegen“, wie es Otto Mansdörfer, Chef der Grünen-Fraktion formuliert.

„Fortgesetzte Untätigkeit“ des OB und der Verwaltung beklagt

Der Gemeinderat habe für die Sporgasse im März 2016 einen Wettbewerb beschlossen. Damit sei das Verfahren festgelegt, es sei aber auch klar, dass dafür – und für die von OB Wolff zugesagte Bürgerbeteiligung – zwei bis drei Jahre Zeit einkalkuliert werden müssten. „Sieht die CDU ihre jetzigen Einlassungen als ihren Beitrag zum Pflichtenheft des Wettbewerbs, dann kann dies von der Verwaltung so eingearbeitet werden. Unter den vorgebrachten Punkten ist aber nichts, was nicht schon zurückliegend diskutiert worden wäre“, so die Grünen-Fraktion.
„Fortgesetzte Untätigkeit“, den Beschluss des Gemeinderats zum Wettbewerb umzusetzen, könne man OB Wolff und der Verwaltung allerdings vorwerfen. „Von März bis jetzt hat die Verwaltung keine Beschlussvorlage zum Wettbewerb vorgelegt, in keiner Sitzung des Ausschusses Stadtentwicklung, Verkehr, Bauen wurde das Pflichtenheft zum Wettbewerb erarbeitet“, klagt Fraktionschef Mansdörfer.

Grünen-Fraktion will vorrangig Ausbau der Weißhofer Straße

Die Fraktion habe – im Wissen um die Zeitspanne von zwei bis drei Jahren für den Wettbewerb und, um einen Handlungsstillstand in der Innenstadt zu verhindern – vor der Sommerpause einen Antrag eingebracht, den Umbau der Weißhofer Straße in einen attraktiven Stadtboulevard in den Jahren 2017 und 2018 durchzuführen. „Es ist unsinnig, die Hände einfach in den Schoß zu legen, nur weil an der Sporgasse jetzt eine längere Planungsphase bevorsteht, die Innenstadt braucht dringend Impulse“, betont Mansdörfer. Die Fraktion dränge darauf, dass über den Antrag in der Septembersitzung entschieden wird.
Parallel müsse der Wettbewerb Sporgasse zügig durchgeführt werden. Es gehe grundsätzlich darum, „in der Verwaltung die Bremsen zu lösen“.