Der TV Bühl  erweitert die medizinische Betreuung seines Teams.
Der TV Bühl erweitert die medizinische Betreuung seines Teams. | Foto: Maue

Weitere Neuverpflichtung

Bühler Bundesligavolleyballer holen Brasilianer

Die Spielersuche für die kommende Saison ist beim Volleyball-Bundesligisten TV Ingersoll Bühl abgeschlossen. Wie Geschäftsführer Manohar Faupel und Trainer Ruben Wolochin vor der Presse erklärten, wurde mit Enrico Guarienti Zappoli ein weiterer Akteur mit internationaler Erfahrung für die Außen- und Annahmeposition verpflichtet.
Zappoli ist 21 Jahre alt, 1,95 Meter groß und wurde im brasilianischen Porto Alegro geboren. Er spielte zuletzt beim italienischen Erstligisten Porto Ravenna Volley, wo er krankheitsbedingt allerdings längere Zeit ausfiel.
Vor seinem Wechsel nach Italien gehörte Zappoli zum Kader des brasilianischen Clubs Canoas Volei und war Mitglied des brasilianischen Jugendnationalteams. „Er ist ein sehr interessanter Spieler, der sich in Bühl noch entwickeln kann. Für die Startformation ist er aber zunächst noch nicht vorgesehen“, sagt Wolochin.
Die Mannschaft komplettieren sollen in den kommenden Tagen zwei weitere Akteure, deren Namen Wolochin allerdings noch nicht preisgeben will. Geschäftsführer Faupel verrät nur so viel, dass es sich zum einen um einen polnischen Libero handelt, „der bereits mit unserem Diagonalspieler Slawomir Jungiewicz zusammengespielt hat“. Nicht nur deshalb glaubt Faupel, dass „er uns deutlich verstärken wird.“
Neben Jens Sandmeier, Timo Schlag und Enrico Guarienti Zappoli soll außerdem noch ein vierter Außenangreifer aus Rußland verpflichtet werden, der zehn Jahre lang in der Superliga agierte und nach Überzeugung von Faupel die „notwendigen Voraussetzungen mitbringt, um die Saison entscheidend für uns mitzugestalten.“ Die Verträge mit den beiden weiteren Neuerwerbungen sollen voraussichtlich noch in dieser Woche besiegelt werden. „Mit der Qualität, die wir nun im Kader haben, war bei dem späten Beginn unserer Spielerverhandlungen Ende März nicht zu rechnen“, wie Faupel betont. Zudem sei es gelungen, das mit den Gesellschaftern vereinbarte Maximalbudget für die Summe der Spielergehälter fast punktgenau einzuhalten.

Wir sind sportlich gut aufgestellt

„Wir sind sportlich gut aufgestellt und gehen nicht das Risiko ein, während der Saison in eine finanzielle Schieflage zu geraten“, versichert der Geschäftsführer.
Die Saisonvorbereitung beginnt beim TVB Anfang August, wobei vor dem Saisonstart am 22. Oktober fünf Vorbereitungsturniere, darunter zwei in Bühl geplant sind. „Das Spiel gegen die Berlin Volleys ist für uns dann die perfekte Saisoneröffnung“ zeigt sich Wolochin keineswegs vergrämt über die schwierige Aufgabe zur Premiere.
Die Rückmeldungen nach Beginn des Dauerkartenverkaufs für die neue Saison seien derweil bislang äußerst positiv. Mit speziellen Preismodellen sollen vor allem Familienkarten an Attraktivität gewinnen und somit auch mehr Kinder in der Halle zu sehen sein, zumal – bis auf eine Ausnahme am 28. Dezember – sämtliche Heimspiele am Samstagabend, 19 Uhr, ausgetragen werden.
Ausweiten werden die Bühler im Übrigen ihre Zusammenarbeit mit dem Reha-Zentrum Rastatt und dem Team mit Lothar Weiß an der Spitze. Künftig sollen vier feste Therapeuten ein Maximum an Behandlungsmöglichkeiten bieten – und zwar bei allen Heim- und Auswärtsspielen. Joachim Bertele, Betriebsleiter Therapie im Reha-Zentrum, spricht von einer „24-Stunden-Rundum-Versorgung“. Wohl keine andere Bundesligamannschaft sei bei der medizinischen Betreuung so gut aufgestellt, glaubt Bertele. Es werde zudem eine interne Kommunikationsplattform geschaffen, um genau festzulegen, worauf bei der individuellen Behandlung der Fokus zu richten ist. In der vergangenen Saison bereits habe die geringe Zahl von verletzungsbedingten Ausfällen die Qualität der medizinischen Betreuung bestätigt.
„Wir sind hier optimal aufgehoben“, konstatiert deshalb nicht nur Manohar Faupel.