Der Verkehr bildet einen Schwerpunkt des Bühler Klimaschutzkonzepts.
Der Verkehr bildet einen Schwerpunkt des Bühler Klimaschutzkonzepts. | Foto: dpa

Klimaschutzkonzept Bühl

Prima Klima bei der Bürgerresonanz

„Die Resonanz war ordentlich!“ Oberbürgermeister Hubert Schnurr zieht eine positive Bilanz der Workshops für das Bühler Klimaschutzkonzept. Jetzt sieht man im Rathaus mit Spannung dem Abschluss-Workshop am 29. November entgegen.

Irritationen bei einem Workshop

„Wir sind voll im Zeitplan“, sagt Schnurr. „Die Bilanz der Workshops kann sich sehen lassen. Lediglich bei einer Veranstaltung gab es kleine Irritationen, weil einige Unternehmer eine andere Erwartungshaltung hatten.“ Dieser Wermutstropfen ist aber aus Sicht des Rathauschefs nicht dramatisch. „Im Vergleich zu anderen Städten stehen wir im Hinblick auf die Resonanz auf den vorderen Plätzen“, freut sich Schnurr.
Innerhalb der Stadtverwaltung ist Markus Benkeser für die Klimaschutzkonzept verantwortlich. Der Gemeinderat hat den Einstieg in dieses Konzept nach kontrovers geführter Debatte Ende Oktober 2015 beschlossen.

Ehrgeiziger Zeitplan

Bereits Anfang Dezember 2015 beauftragte der Technische Ausschuss ein Heidelberger Fachbüro mit der Ausarbeitung der Details. Der Zeitplan war damals ehrgeizig. Innerhalb von zwölf Monaten sollte das Konzept stehen. Viel länger wird es nicht dauern, denn bereits im Frühjahr 2017 soll der Gemeinderat entscheiden, wie es weiter geht.

Viele Fördermöglichkeiten

Vor einem Jahr waren im Gemeinderat die nicht unerheblichen Kosten für vorbereitenden Maßnahmen zum Klimaschutzkonzept in Höhe von rund 120 000 Euro umstritten. Im Gegenzug darf die Kommune allerdings mit beachtlichen Zuschüssen rechnen. Markus Benkeser sprach damals von 71 000 Euro.
Aus dem Klimaschutzkonzept erwachsen darüber hinaus weitere Fördermöglichkeiten. Das gab schließlich den Ausschlag für eine breite Zustimmung im Kommunalparlament über alle Fraktionsgrenzen hinweg.

Sieben Workshops

Aus Sicht von Markus Benkeser hat sich das gelohnt. „Die sieben Workshops zu verschiedenen Themenbereichen sind sehr gut gelaufen“, berichtet er. Die Veranstaltungen wurden von 13 bis 28 Teilnehmern besucht. „Überraschenderweise war beim Workshop zum Thema Bildung die Resonanz am geringsten“, wundert sich Benkeser. „Am größten war das Interesse beim Thema Vereine.“

Abschluss-Workshop am 29. November

Zum Abschluss-Workshop am 29. November sind alle Teilnehmer erneut eingeladen, außerdem Unternehmer und Vereinsvertreter. „Grundsätzlich ist jeder Bühler Bürger willkommen“, sagt Benkeser. Er hofft auf eine ähnliche Besucherzahl wie beim Auftakt-Workshop, zum dem rund 60 Gäste kamen.
„Wir werden bei der Abschlussveranstaltung eine Bilanz der bisherigen Arbeit ziehen und einen Forderungskatalog erarbeiten, der im Januar dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt wird“, berichtet Benkeser. Er geht von einem Maßnahmenkatalog mit zehn bis 15 Projekten aus.

„Andere Kommunen haben 250 Maßnahmen angeregt und dann ist nichts passiert“, sagt er. Diesen Fehler wollen die Bühler nicht wiederholen, sondern ganz konkret bestimmte Dinge umsetzen. „In fünf Jahren können wir dann Bilanz ziehen und neue Projekte angehen“, erklärt Benkeser. Schwerpunkte sind aus seiner Sicht Ernährung, Bildung, Verkehr und die städtebauliche Entwicklung.