Freude über den Projektstart: Brigitte Neubert, Bernd Kölmel, Udo Stumpp, Kerstin Rothhaupt, Klaus Dürk und Markus Schaub (von links).
Freude über den Projektstart: Brigitte Neubert, Bernd Kölmel, Udo Stumpp, Kerstin Rothhaupt, Klaus Dürk und Markus Schaub (von links). | Foto: Maier

Projekt an Bühler Grundschulen

„Musik verbindet Kulturen“

Viele ziehen bei dem neuen Angebot, das im Oktober an den Grundschulen der Stadt eingerichtet wurde und in seiner Projektphase zunächst auf zwei Jahre angelegt ist, an einem Strang: der Förderverein der Städtischen Schule für Musik und darstellende Kunst und der Lions Club Bühl als Initiatoren, die Musikschule selbst, die bei der Konzeption und Koordination federführend ist und als Schnittstelle zu den Grundschulen fungiert, sowie eine Reihe von weiteren Förderern.

Zwölf Kooperation in sieben Schulen

Im ersten Projektjahr gibt es zwölf Kooperationen in sieben Schulen mit rund 240 Kindern; beteiligt sind die Aloys-Schreiber-Schule Bühl, die Bachschloss-Schule Kappelwindeck, die Weststadt-Grundschule Bühl sowie die Grundschulen in Eisental, Neusatz, Vimbuch und Weitenung. Durch eine weitere soeben eingegangene Spende kann das Musikprojekt bald auch auf die Kindertageseinrichtungen erweitert werden, freut sich Klaus Dürk, der Leiter des städtischen Fachbereichs Bildung, Kultur, Generationen.

Erfahrene Pädagogen leisten Betreuung

„Die Kinder gehen motiviert ans Werk“, berichtet Musikschulleiter Bernd Kölmel.
Er erläutert das Konzept, das in den Grundschulen eine zusätzliche intensive musikalische Betreuung der Kinder ermöglicht. Die wöchentliche Unterrichtsstunde leiten erfahrene Pädagogen der städtischen Musikschule. „Wir verstärken den Schulmusikunterricht mit unserem Projekt“, so Kölmel. Das Angebot richte sich an alle Schulanfänger und sei für Eltern und Kinder kostenneutral.

Integration und Inklusion

Das Projekt „Musik verbindet Kulturen!“ nimmt sich der Themen Integration und Inklusion via Musik an und will besonders Sprache durch Musik und Rhythmus vermitteln. Das inhaltliche Konzept stammt von den Musikpädagogen Michel Anarp, Christine Hess und Kathy Flynn-Hartmann, die als Projektleiter im Landesförderprogramm „Singen – Bewegen – Sprechen“ über viel Know-how zum Thema „Integration durch Musik“ verfügen.

Musik als Muttersprache Nummer eins

„Wir sind überzeugt, dass Musik als Muttersprache Nummer eins Menschen zusammenbringen, Brücken bauen, Vorurteile und Barrieren von Sprache, Religion und Kultur überwinden kann“, so die Initiatoren. Und durch eine frühe Heranführung der Kinder an die Musik erhoffen sie sich auch eine Nachwuchssicherung für Chöre und Orchester. Mit dieser Vernetzung von städtischen Einrichtungen und allgemeinbildenden Schulen habe Bühl ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. Oberbürgermeister Hubert Schnurr spricht gar von einer landesweit einzigartigen Projekt.

Präsentation zum Schuljahresende

Auf positive Resonanz stößt die im Oktober gestartete Initiative an den Schulen, berichtet die geschäftsführende Schulleiterin der Bühler Schulen, Brigitte Neubert: „Wir profitieren da sehr stark.“
Zum Ende des ersten Schuljahres soll es eine kleine Abschlusspräsentation geben, bei der die Kinder das Publikum auf eine „Reise durch die Welt der Musik“ mitnehmen. Und je nach Interesse und Begabung können sie dann ein Instrument erlernen und ihren Weg in der Musikschule fortsetzen.