Der Kerl aus süßem Teig darf bei keiner Christkindlesmarkt-Eröffnung fehlen. Oberbürgermeister  Frank Mentrup, der „Fliegende Weihnachtsmann“ Hochseilartist Falko Traber und das Christkind verteilten Dambedeis an die Besucher.
Der Kerl aus süßem Teig darf bei keiner Christkindlesmarkt-Eröffnung fehlen. Oberbürgermeister Frank Mentrup, der „Fliegende Weihnachtsmann“ Hochseilartist Falko Traber und das Christkind verteilten Dambedeis an die Besucher. | Foto: jodo

Weihnachtsstadt Kalsruhe

Christkindlesmarkt versüßt die Adventszeit

Karlsruhe hat sein Festkleid angelegt und sich in eine schmucke Weihnachtsstadt verwandelt. Der Christkindlesmarkt auf dem Friedrichsplatz, die Eiszeit vor dem Schloss und der Mittelalterliche Weihnachtsmarkt in Durlach locken und versüßen den Menschen die Adventszeit.

Christkindlesmarkt lockt Groß und Klein

Lieber, guter Weihnachtsmann, zieh die langen Stiefel an, kämme deinen weißen Bart, mach’ dich auf die Weihnachtsfahrt… Auch bei dem Mann mit dem Rauschebart läuft nicht immer alles rund. Die Köpfe erhoben, die Augen erwartungsvoll in den Abendhimmel über dem Friedrichsplatz gerichtet, warten sie alle: die Kinder, die Eltern, die Großeltern. Aber er fliegt einfach nicht los. Dabei haben sie alle gemeinsam mit Oberbürgermeister Frank Mentrup und sogar dem Christkind mit einem „Ho Ho Ho“ nach ihm gerufen. Vielleicht nicht laut genug? Nein, auf dem Dach des Einkaufscenters „Ettlinger Tor“, wo der Weihnachtsmann seinen Rentierschlitten geparkt hat, tut sich nichts. Startschwierigkeiten. Stattdessen versüßt die Musikgemeinschaft der Stadtwerke den Besuchern des Christkindlesmarktes die Wartezeit.

Stimmungsvoller Budenzauber: Der Christkindlesmarkt auf dem Friedrichsplatz versüßt den Karlsruhern die Adventszeit.
Stimmungsvoller Budenzauber: Der Christkindlesmarkt auf dem Friedrichsplatz lädt zum Einkaufen, Flanieren und Schlemmen ein. | Foto: jodo

Stimmungsvoller Budenzauber

Karlsruhe ist jetzt offiziell Weihnachtsstadt. Am späten Donnerstagnachmittag eröffnete OB Frank Mentrup vor dem Naturkundemuseum am Friedrichsplatz den Christkindlesmarkt, knapp eine Stunde später Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz die Stadtwerke Eiszeit vor der Kulisse des Schlosses. Aber nicht nur in der Innenstadt macht sich seit gestern stimmungsvoller und festlicher Budenzauber breit. Auch in Durlach verschönert der Mittelalterliche Weihnachtsmarkt ab sofort den Menschen die Adventszeit.

Gebrannte Mandeln und Bienenkerzen

Wer es es kaum erwarten konnte die ersten gebrannten Mandeln zu naschen, den ersten würzigen Glühwein zu trinken, oder sich Bienenwachskerzen für den heimischen Adventskranz auszusuchen, musste sich nicht bis in die frühen Abendstunden gedulden. Bereits um 11 Uhr öffneten die Giebelhäuschen – wobei bei einigen Buden so mancher Besucher erstaunt feststellen musste, dass weihnachtlich dekoriert ein sehr dehnbarer Begriff ist. Der Wirbel um den Ausschluss von zehn, teilweise langjährigen Standbetreibern im Vorfeld des Christkindlesmarktes war auch beim Eröffnungstag ein rege diskutiertes Thema rund um die Glühweinpyramide.

Zum ersten mal auf dem Christkindlesmarkt

Während die einen erstmals nach vielen Jahren nicht dabei sind, hatte Dawid Zalewski aus Wiesbaden Glück. Er darf zum ersten Mal seinen Modeschmuck auf dem Christkindlesmarkt anbieten. Der Beschicker selbst ist nicht da, um den Stand kümmert sich sein Kompagnon Marco Arm. „Wir haben im vergangenen Jahr in Schwäbisch Hall angefangen. In diesem Jahr wollten wir noch einen zweiten Stand auf einem Weihnachtsmarkt“, berichtet Arm. Rund zwölf Städte guckten sich die beiden aus, darunter Karlsruhe, und bewarben sich. Ob es in den kommenden vier Wochen gut für ihn läuft, wird sich zeigen. „Jeder Markt ist anders. Was in der einen Stadt funktioniert, kann in einer anderen Stadt nicht gut laufen.“

Der  „Fliegende Weihnachtsmann“ bringt Dambedeis

Über eine kleine Premiere freut sich auch Citymanager Sascha Binoth: Der Karlsruher Geschenkgutschein gilt nun auch auf dem Christkindlesmarkt und auf dem Durlacher Weihnachtsmarkt an ausgezeichneten Ständen. „Die Kooperation mit den Karlsruher Schaustellern hat toll geklappt“, berichtet Binoth. Dann streift sein Blick kurz Richtung Himmel.
Es ruft wieder „Ho Ho Ho“ aus der Menge. Und endlich, endlich kommt er angeflogen, der ersehnte alte Herr vom Nordpol. Mit seinem Geschenkesack segelt er vorbei an der leuchtenden Glühweinpyramide und über die Köpfe der entzückten Zuschauer hinweg, die ihre Smartphones zücken, und landet schließlich auf der kleinen Bühne beim OB Frank Mentrup und dem Christkind. Schon greifen die kleinen und großen Hände nach den Dambedeis und kleinen Geschenken…

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