Weniger Vereine beteiligen sich am "Schröcker Dorffeschd" in Leopoldshafen, aber   Zuspruch und Zulauf sind trotz des verkleinerten Festumfangs erfreulich gut.
Weniger Vereine beteiligen sich am "Schröcker Dorffeschd" in Leopoldshafen, aber Zuspruch und Zulauf sind trotz des verkleinerten Festumfangs erfreulich gut. | Foto: Katja Stieb

Leopoldshafener Dorffest

Geselligkeit in kompakterer Form

 

Von Katja Stieb

Viele Einheimische in Eggenstein-Leopoldshafen erinnern sich gut an das Schröcker Straßenfest, als sich im zweijährigen Rhythmus die Leopoldstraße in eine Partymeile verwandelte und Dutzende privater Innenhöfe zu gemütlichen Kurzzeit-Kneipen und -lokalen wurden, in denen man schlemmen und plaudern konnte.

Dorffest wird kompakter

Diese Zeiten sind vorbei, denn heutzutage präsentiert sich die Leopoldstraße als zu eng, und viele Vereine können oder wollen sich den Aufwand nicht mehr zumuten, den die Realisierung eines zweitägigen Auftritts auf dem Straßenfest mit sich bringt. Aus diesen Zwängen heraus wurde vor zwei Jahren das „Schröcker Dorffeschd“ geboren, das als Nachfolgeveranstaltung im kleineren Ausmaß den Bürgerinnen und Bürgern das geben sollte, was sie sonst beim Straßenfest erleben konnten: Einige Stunden geselliges Beisammensein bei guter Musik und kulinarischen Köstlichkeiten, Zeit zum Plaudern mit Freunden und Bekannten in entspannter Atmosphäre.

An der Rheinhalle liegt der geeignete Platz

Auf dem Parkplatz der Rheinhalle wurde das „Dorffeschd“ jetzt zum zweiten Mal gefeiert, sechs Ortsvereine aus Leopoldshafen waren unter der Regie des Ortskartells der Vereine in der Doppelgemeinde am Start. Bürgermeister Bernd Stober eröffnete das festliche Treiben mit dem Fassanstich und gab unter Begleitung des Spielmannszugs der Feuerwehr Leopoldshafen den Startschuss für ein gemütliches Fest bei bestem Sommerwetter.

Mehrere musikalische Beiträge

Mit der „Deep River Band“ wartete der erste musikalische Leckerbissen auf das Publikum. Im Festbetrieb fanden Klein und Groß die perfekte Unterhaltung: Für die Kinder hatte man eine Spielstraße samt Hüpfburg aufgebaut und für Popcorn und Softeis gesorgt. Die größeren Gäste fanden an den verschiedenen Ständen der Leopoldshafener Ortsvereine von Calamares über Grillsteaks und erfrischende Cocktails alles, was es für einen gelungenen Sommerabend braucht. Auch der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Linkenheim-Hochstetten bot musikalische Unterhaltung.

Dorffeschd kann nicht dasselbe bieten wie das Straßenfest

Mit Einbruch der Dämmerung übernahm dann die Formation „Jo’s Mom“ das musikalische Zepter und rockte die Bühne mit coolen Sounds. Roland Fritz, stellvertretender Vorsitzender des Eggenstein-Leopoldshafener Ortskartells, zeigte sich am Samstagabend zufrieden mit dem Festverlauf und freute sich über die Tatsache, dass ein altersmäßig bunt gemischtes Publikum den Weg an die Rheinhalle gefunden hatte: „Unser Ziel war es, ein kleines Fest auf die Beine zu stellen, das jedem etwas bietet“, betonte er. „Natürlich kann und will das  ,Dorffeschd’ nicht dasselbe bieten, wie es das Straßenfest früher tat. Aber wir sind der Überzeugung, dass auch ein kleinerer Rahmen Spaß machen kann. Offenbar teilt das Publikum diese Meinung.“