Jede Menge Spaß und Spannung hatten die drei Remchinger CVJMs für rund 170 Kinder bei der diesjährigen Halloween-Alternative „Transformer(s) Day“ im Singener Paul-Gerhardt-Haus zu bieten. 	Foto: Zachmann
Jede Menge Spaß und Spannung hatten die drei Remchinger CVJMs für rund 170 Kinder bei der diesjährigen Halloween-Alternative „Transformer(s) Day“ im Singener Paul-Gerhardt-Haus zu bieten. Foto: Zachmann

Transformers Day in Remchingen

Spaß auch ohne Gruselfratzen

Von Julian Zachmann

Von Gruselclowns und Geisterfratzen oder Süßigkeiten-Betteln in der kalten Nacht wollten der Achtjährige Finn und seine Freunde aus Singen am Mittwochabend gar nichts wissen. Schließlich gab es Süßes ganz ohne Saures und dazu jede Menge Spiel, Spaß und Spannung beim „Transformer(s) Day“ im Paul-Gerhardt-Gemeindehaus in Singen.
„Wir ziehen an Halloween nicht auf die Straßen, weil das dumm ist“, erklärte auch Luca entschieden, „Hier ist es viel schöner, weil da auch unsere Freunde sind.“ Das sagten sich bei der fünften Auflage des gemeinsamen Alternativ-Angebots der CVJMs (Christliche Vereine Junger Menschen) Nöttingen, Wilferdingen und Singen ganze 170 Jungs und Mädchen im Schulalter, die regelrecht ins Gemeindehaus strömten und jede Menge gute Laune hatten.

Minions-Männchen in Muffin-Formen gebacken

Unter dem Motto „Ich – Einfach unverbesserlich“ bastelten sie bei den bunten Kennenlern-Angeboten passend zum gleichnamigen Kinofilm kuriose Minions-Männchen oder backten diese als Muffin-Formen, während bei den Jungs vor allem das Schwarzlichtfußball hoch im Kurs stand. Anschließend rief Moderatorin Jessica Wagner die kleinen Abenteurer in den großen Saal, wo sie zusammen mit jungen Musikern Lieder singen, sich beim Bälle-Sammeln austoben oder per Handy-App auf der Leinwand zusammen mit den gelb-blauen Minions-Figuren auf Bananenjagd gehen konnten.

„Das ist viel besser als Halloween“

„Wir sind jedes Jahr hier und das ist viel besser als Halloween“, waren sich Alina und Madlin aus Wilferdingen mit ihren Freundinnen schnell einig. Nach einem kreativen Anspiel rund um die Bibel-Geschichte vom Zöllner Zachäus und seiner Begegnung mit Jesus konnten sie sich in altersgerechten Kleingruppen darüber austauschen. Selbst die Verpflegung durfte nicht fehlen – im Nu machten sich die Kids über Berge von geschnippeltem Gemüse und belegten Brötchen her.

Viele Kinder aus dem Umkreis sind gekommen

„Das ist echt Wahnsinn, dass in diesem Jahr so viele Kinder, darunter auch einige ganz neue Gesichter aus dem Umkreis, gekommen sind“, freute sich Sandra Schäfer-Dennig. Sie ist eine der 70 Ehrenamtlichen, die am Projekt beteiligt sind. Zusammen mit anderen Eltern hatten sie vor vier Jahren die Idee, am Reformationstag eine Alternative zum amerikanischen Halloween-Brauch zu bieten, ein niederschwelliges Angebot, das den Kindern nichts aufdrängen, sondern sie vielmehr von der Straße holen und den gemeinsamen Spaß in den Vordergrund stellen soll. Außerdem ermögliche das Angebot manchen Eltern einen sorgenfreien Besuch des Reformations-Gottesdienstes: „Da sieht man, dass es den Eltern lieber ist, zu wissen, wo ihre Kinder sind – das Angebot war echt an der Zeit und der Ansturm ist zum Start des Jubiläumsjahres der Reformation eine gute Perspektive.“