Verteidigerin Susanne Burkhardt hat gegen das Urteil des Landgerichts Karlsruhe Revision eingelegt. Das Gericht hatte den Grunbacher zu acht Jahren Haft verurteilt, weil er seine Lebensgefährtin totgeschlagen hatte. Foto: Pfitzenmeier
Verteidigerin Susanne Burkhardt hat gegen das Urteil des Landgerichts Karlsruhe Revision eingelegt. Das Gericht hatte den Grunbacher zu acht Jahren Haft verurteilt, weil er seine Lebensgefährtin totgeschlagen hatte. Foto: Pfitzenmeier

Todesfall in Grunbach

Verteidigung legt Revision ein

Der 33-Jährige, der vom Landgericht Karlsruhe zu acht Jahren Haft verurteilt worden ist, weil er in Grunbach seine 32-jährige Lebensgefährtin zu Tode geprügelt hatte, hat Revision gegen das Urteil eingelegt. Damit ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Das hat Jochen Herkle, Pressesprecher des Landgerichts, auf Anfrage bestätigt.

Lebensgefährtin zu Tode geprügelt

Wie berichtet, hat der 33-Jährige im vergangenen April seine Lebensgefährtin im gemeinsamen Haus in Grunbach zu Tode geprügelt. Am 25. Oktober hat ihn das Landgericht Karlsruhe wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu acht Jahren Haft verurteilt. Die Verteidigerin des Verurteilten, Susanne Burkhardt, hat Revision eingelegt. Sie hatte beim Prozess kein konkretes Strafmaß für ihren Mandanten gefordert und bezeichnete den Fall als „minder schwer“.

„Gewaltexplosion“ in der Tatnacht

Die Anklage dagegen hielt eine „Gewaltexplosion“ in der Tatnacht für sicher. Trotz Wiederbelebungsversuche hatte der 33-Jährige fahrlässig gehandelt. Das Gericht sah einen minder schweren Fall als nicht gegeben.

Entscheidung frühestens im April

Die Kammer muss das Urteil schriftlich zu Papier bringen, danach läuft für die Verteidigung die Revisionsbegründungsfrist, die laut Herkle einen Monat beträgt. Danach können auch die Nebenkläger – die Eltern des Opfers – Stellung nehmen. Anschließend geht die Akte über die Staatsanwaltschaft und die Bundesanwaltschaft an den Bundesgerichtshof (BGH). Er untersucht, ob dem Gericht Verfahrensfehler unterlaufen sind. Mit einer Entscheidung ist frühestens im April zu rechnen, so Herkle.