Ein neuer Verkehrsübungsplatz kommt nach Ettlingen.
Ein neuer Verkehrsübungsplatz kommt nach Ettlingen. | Foto: Foto: Stadt Ettlingen

Ettlinger Jugendverkehrsschule

Spatenstich im Juli

Endgültig den Weg für die Einrichtung der Jugendverkehrsschule freigemacht hat der Ettlinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung im Rathaus. Spatenstich wird am 15. Juli um 11 Uhr sein. Der Auftrag zur Ausführung der Tiefbauarbeiten für das Vorhaben „Jugendverkehrsschule“ wurde zum Preis von 243 091 Euro an ein südbadisches Tiefbau- und Straßenunternehmen vergeben. Zuvor hatten Gemeinderäte verschiedener Fraktionen nochmals Fragen zu einigen Punkten der Planung. René Asché von der SPD-Fraktion hätte sich zwar einen besseren Standort als die Ecke Diesel-/Rastatter Straße auf dem DRK-Gelände gewünscht, konnte aber dem Gesamtvorhaben einer Einrichtung einer zentralen Jugendverkehrsschule, die bessere Bedingungen für Schulklassen als andere örtliche Verkehrsübungsplätze aufweist, viel Positives abgewinnen. Schließlich wollte er wissen, wo die Schulbusse, die aus unterschiedlichen Gemeinden die Kinder und Jugendlichen zu Übungsstunden transportieren, halten werden. Der zuständige Dezernent Thomas Fedrow schloss die Durchgangsstraße (Rastatter Straße) aus, vielmehr wolle man in der Dieselstraße eine geeignete Fläche finden.

Projekt kostet 360 000 Euro

Insgesamt soll das Projekt rund 360 000 Euro kosten. Damit soll der mit einer großzügigen Kreuzungsampelanlage ausgerüstete Parcours gebaut werden und die Schulungsräume im DRK-Gebäude auf neuesten Stand und mit dem aktuellsten Brandschutz ausgestattet werden. Gemeinderat Reinhard Schrieber (Grüne) wollte wissen, wie hoch die für das Projekt eingegangen Sponsorengelder sind und andere wie Birgit Eyselen (Für Ettlingen) ermunterten Thomas Fedrow, noch weitere Sponsoren zu finden. Jürgen Maisch (Freie Wähler) zeigte sich „sehr erfreut“ über die Höhe der eingegangenen Spenden, die Fedrow auf annähernd 170 000 Euro bezifferte. Schrieber wollte von Fedrow wissen, wie die Verträge mit den beteiligten Gemeinden aussähen. Es gebe, so Fedrow, Mietverträge mit einer Laufzeit von zwei Jahren. Insgesamt seien fünf Gemeinden aus dem südlichen Landkreis dabei. Er hoffe, dass aufgrund der erfreulichen finanziellen Entwicklung durch die in der Summe hohen Sponsorengelder und die dadurch deutlich geringere Mietbelastung für die Kommunen, bald alle Gemeinden des südlichen Landkreises mit an Bord seien.
Das Projekt ist eine Kooperation auf partnerschaftlicher Basis mit der Verkehrswacht des Stadt- und Landkreises Karlsruhe, dem Polizeipräsidium Karlsruhe, DRK Ortsverein und den beteiligten Kommunen (aktuell Ettlingen, Waldbronn, Marxzell, Dobel, Bad Herrenalb). Rund 26 Schulklassen mit etwa 625 Kindern der vierten Grundschulklasse die Verkehrserziehung ab dem neuen Schuljahr aufnehmen.