Trainer Sven Vidojkovic gibt beim FC Portus die Richtung vor.
Trainer Sven Vidojkovic gibt beim FC Portus die Richtung vor. | Foto: Rubner

Futsal-Regionalliga

FC Portus legt wieder los

Der süddeutsche Vizemeister FC Portus aus Pforzheim will im Futsal weiter vorne mitmischen. In der höchsten nationalen Spielklasse, der Regionalliga Süd, startet Portus am Samstag (16 Uhr) beim aktuellen Südmeister TSV Weilimdorf in die Saison. „Sie sind noch etwas stärker als letztes Jahr, aber sie sind schon zu knacken“, sagt Sven Vidojkovic. Der Portus-Trainer und -Vorsitzende hat mit seiner Mannschaft ein hartes Auftaktprogramm erwischt. Denn eine Woche später kommt Jahn Regensburg in die Benckiserhalle. Für Vidojkovic ist das der Topfavorit auf den süddeutschen Titel.

Douglas Costa begeistert die Konkurrenz

Bayern Münchens Fußballer Douglas Costa befeuerte die Begeisterung für das Futsalprojekt in Regensburg. Sein Personal Trainer Lucas Kruel ist dort Spielertrainer. Costa tauchte einige Male beim Training auf. Hinter Regensburg wähnt Portus-Trainer Vidojkovic sein Team mit Weilimdorf und dem TV Wackersdorf auf Augenhöhe. Auch der SV Darmstadt 98 könne eine gute Rolle spielen. Fünf weitere Teams, darunter der badische Aufsteiger Villalobos FC aus Karlsruhe, komplettieren das Zehnertableau.

Di Giorgio meistert Doppelbelastung

Der Trend geht weiter dahin, mit reinen Futsalspielern anzutreten. „Vier bis fünf Mannschaften in der Liga setzen sehr intensiv auf Futsal“, sagt Vidojkovic. Auch Portus gehe sukzessive weg von den Fußballern. Prominente Ausnahme ist Timo Di Giorgio, der die Doppelbelastung zwischen Fußball in Friedrichstal und Futsal auch als Kapitän der Nationalmannschaft bisher meistert. Weitere wichtige Plätze im 20er-Kader des FC Portus nehmen Georgi Lovchev, Torhüter Tim Gondek (beide zählen zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft), Milan Dejic, Gonzalo Carasas (ausgebildet bei Sporting Lissabon Futsal), Edin Mustic (irischer Nationaltorwart) und Nils Lüdcke ein.

Sportlich spitze – aber nicht bei Zuschauern

Sportlich dürfte Portus damit weiter zur nationalen Spitze gehören. In den Zuschauerzahlen spiegelt sich das bisher aber selten. „Man kriegt viele Schulterklopfer. Aber die Leute kommen eher bei Spielen mit Endspielcharakter“, hat Vidojkovic beobachtet. „Wir sind froh, dass wir in der Benckiserhalle spielen. Da dürfen nur 199 Leute rein, bei 100 ist die Atmosphäre schon gut.“ Man wolle nun versuchen, verstärkt Schulklassen für die Spiele mit Rahmenprogramm zu begeistern. Außerdem hofft Vidojkovic, der in einem Jahr sein Traineramt abgeben will, auf Geldgeber. „Es ist ein Riesenproblem, Sponsoren zu finden“, bekennt er. Darauf liege im Moment das Hauptaugenmerk. Denn die Ambitionen sind klar. Wenn der DFB in einigen Jahren eine Bundesliga etabliert, um die neue Nationalmannschaft zu unterfüttern, will Portus dabei sein.