Vereint unter dem Stern: Dieses Kunstwerk soll die unterschiedlichen Mitarbeitergruppen symbolisieren.
Vereint unter dem Stern: Dieses Kunstwerk soll die unterschiedlichen Mitarbeitergruppen symbolisieren. | Foto: Dorscheid

Anlage öffentlich zugänglich

Benz-Werk Gaggenau eröffnet Skulpturen- und Fitnesspark

Daimler kann nicht nur Autos, der Konzern kann auch Fitness und Kultur: Wenn auch in deutlich kleinerem Maßstab, aber genauso war es auch geplant. Im Mercedes-Benz-Werk Gaggenau ist der neue Skulpturen- und Fitnesspark mit dem englischen Namen „Walk the lane“ eröffnet worden. Die Anlage ist öffentlich zugänglich, befindet sich beim neuen Verwaltungsgebäude nahe der Hauptstraße und steht Benzlern, aber auch allen anderen Interessierten offen.

„Mentale Erholung“

Von einer „erlebnisreichen Fußgängerstrecke“ sprach Standortleiter Matthias Jurytko in seiner kurzen Rede. Entlang der Murg sind vier Skulpturen, drei Fitnessgeräte und zwei Sitzbänke aufgebaut worden.
Die Idee dahinter: Die Anlage dient der mentalen Erholung und Inspiration sowie der körperlichen Betätigung in den Pausen oder nach Arbeitsende. Von einem „Vorbildcharakter der Führungskräfte“ sprach denn auch gegenüber den BNN der stellvertretende Standortleiter Axel Schulz, der Produktionschef für Getriebe und Achsen ist. Er will mit gutem Beispiel vorangehen und in der ein oder anderen Pause die Sportgeräte nutzen.

Ideengeber war Standortleiter Jurytko, der 2015 bei einer Dienstreise in das US-amerikanische Werk Redford auf eine vergleichbare Anlage aufmerksam geworden war. „Dort trifft man sich und läuft zusammen eine Runde“, so Jurytko. Danach seien die Möglichkeiten hier im Werk geprüft worden: Dabei war die Idee, auch in Gaggenau eine Runde um das Werk herum zu laufen, weniger gut („zu dröge“).

Stattdessen wurde der Gedanke weiterverfolgt, mit Blick auf die ohnehin laufenden Baggerarbeiten für einen besseren Hochwasserschutz mit einer kleinen Anlage einen Beitrag zur Gesundheit zu leisten. Jurytko: „Am Standort Gaggenau sind uns die Themen Life-Balance, Gesundheit und Diversity besonders wichtig. Der neue Skulpturen- und Fitnesspark vereint alle drei Bereiche und macht deutlich, dass wir diese Themen im Werk praxisnah umsetzen und persönlich erlebbar machen.“

Wettbewerb für Mitarbeiter

Die Mitarbeiter des Gaggenauer Werks waren in einem Wettbewerb aufgerufen, konkrete Vorschläge für die Gestaltung des Skulpturenparks einzureichen. Die Jury setzte sich aus Unternehmensleitung, Betriebsrat sowie Belegschaft zusammen und wählte drei Gewinnerbeiträge aus, deren Skulpturen sich des Themas Vielfalt annehmen und jetzt im „Park“ zu sehen sind: Diese drei sind das „Vifa Kultur Rondell“, eine Alu-Legierung von Jörg Schloß, dann die „Zwei Figuren: Respekt und Wertschätzung“ von David Matuszak, gefertigt unter anderem aus Schrottteilen, sowie die Skulptur „Fächer. Kunst breit gefächert wie unser Werk“ von Matthias Zoller.

Die vierte Skulptur („Diversity-Säule“) ist innerhalb der Aktion „Daumen hoch für die Vielfalt“ von den Mitarbeitern der Werkteile Gaggenau, Rastatt, Kuppenheim und Bad Rotenfels beim „Deutschen Diversity Tag 2015“ gemeinsam gestaltet und jetzt von Heidi Müller vorgestellt worden. „Vielfältig und robust wie das Werk“, schwärmte Jurytko mit Blick auf die unterschiedlichen Kunstwerke. Und: „Diversität ist Teil unseres Unternehmenskonzepts und unserer Unternehmenskultur. Diese Energie wollen wir nutzen.“

„Diversity-Parcours“

In diese Richtung zielt auch der „Diversity-Parcours“ mit mehreren Stationen, der noch bis zum 11. November im Foyer des neuen Verwaltungsgebäudes des Benz-Werks aufgebaut ist und von den Mitarbeitern ausprobiert werden kann. Dieser Parcours soll, so steht es im Begleitprospekt, „den Spaß an der Vielfalt vermitteln, mehr Bewusstsein für die Vielfalt schaffen und das Thema Vielfalt (be)greifbar machen.“