Tabula rasa hat die Stadt Gaggenau gemacht, indem sie die Bäume zwischen Merkurhalle und  Merkurschule gefällt hat. Derzeit wird eine Zufahrt zur Merkurhalle angelegt. Ein detailliertes Plankonzept der Stadt werde derzeit erarbeitet, hieß es im Gemeinderat.
Tabula rasa hat die Stadt Gaggenau gemacht, indem sie die Bäume zwischen Merkurhalle und Merkurschule gefällt hat. Derzeit wird eine Zufahrt zur Merkurhalle angelegt. Ein detailliertes Plankonzept der Stadt werde derzeit erarbeitet, hieß es im Gemeinderat. | Foto: Kocher

Baumfällung in Gaggenau

„Es gab keine andere Lösung“

Von Joachim Kocher

SPD-Stadträtin Gerlinde Stolle sprach bei den Anfragen während der Gemeinderatssitzung in Gaggenau die öffentlich kritisierte Baumfällaktion zwischen Merkurhalle und Merkurschule im Stadtteil Ottenau an. Stolle wollte dabei wissen, ob die künftige Planung dem Gemeinderat vorgestellt werde oder ob sie sich an die Ottenauer Vereinsgemeinschaft wenden müsse, um den Plan einsehen zu können. Bürgermeister Michael Pfeiffer gab zunächst zu verstehen, dass drei Bäume gefällt werden mussten, um eine Zufahrt zur Halle schaffen zu können.

OB: „Es geht um die Sicherheit der Kinder“

Ein detailliertes Pflanzkonzept für den Bereich der gefällten Bäume liege noch nicht vor, werde aber demnächst erarbeitet. „Dies legen wir jedoch nicht dem Gemeinderat vor“, sagte der Bürgermeister weiter. „Selbstverständlich können Sie die Planung bei uns einsehen“, so seine Antwort. Hier gehe es aber auch um die Überplanung des Schulhofs, sagte Stolle weiter und Pfeiffer erwiderte, dass man beim Thema Schulhof nochmals auf den Gemeinderat zukomme. Oberbürgermeister Christof Florus schaltete sich in die Diskussion ein und betonte, dass aufgrund sicherheitsrelevanter Gründe die Bäume gefällt werden mussten. So sei bei der Anlieferung von Waren durch die Vereine immer wieder über den Schulhof gefahren worden. Dies solle in Zukunft vermieden werden. Schließlich gehe es um die Sicherheit der Kinder. „Das wilde Anliefern wollen wir unterbinden“.

Gespräch mit der Unfallkasse

Stadtrat Jan Stenger (FWG), der auch stellvertretender Rektor der Merkurschule ist, wies auf ein Gespräch der Schulleitung mit der Unfallkasse hin, das vor einigen Wochen stattfand. „Dabei wurde uns deutlich gemacht“, sagte Stenger, „dass für alles, was auf dem Schulhof passiert, die Schulleitung verantwortlich ist und somit haftbar gemacht wird.“ Daher habe es keine andere Lösung gegeben, als die Bäume zu fällen und eine Zufahrt zur Merkurhalle zu schaffen, war von der Verwaltungsspitze zu hören.