Freude über Geburtstagspräsente: Der Gaggenauer Oberbürgermeister Christof Florus (Mitte) mit den Gemeinderäten Gerd Pfrommer (links) und Rudi Drützler.
Freude über Geburtstagspräsente: Der Gaggenauer Oberbürgermeister Christof Florus (Mitte) mit den Gemeinderäten Gerd Pfrommer (links) und Rudi Drützler. | Foto: Mandic

Empfang zum 60. Geburtstag

„OB Christof Florus lebt für seine Stadt“

Die Warteschlange reichte vom Eingang des Bürgersaals oben bis zur Rathauspforte unten, und ein Besucher sprach mit Blick auf die wartenden Gratulanten von einem „Empfang wie bei Hofe“: Zahlreiche Gäste waren der Einladung zum festlichen Empfang der Stadt Gaggenau anlässlich des 60. Geburtstags von Oberbürgermeister Christof Florus gefolgt. Am Eingang zum später proppenvollen Bürgersaal durfte Florus in Begleitung seiner Gattin Jeanette zahlreiche Glückwünsche entgegennehmen. Dass es so viele würden, „habe ich nicht gedacht“, sagte er später in seiner kurzen Dankesrede.

Am Nachmittag durften dann, wiederum im Bürgersaal, die Rathausmitarbeiter dem OB gratulieren – deshalb schloss das Rathaus am Montag schon kurz vor 14 Uhr seine Pforten. Den musikalischen Rahmen des Empfangs setzten in begeisternder Weise Peter Götzmann, Gerald Sänger und Andre Thoma von der Musikschule Gaggenau. Was Götzmann im Übrigen ein Extralob von Landrat Jürgen Bäuerle einbrachte: „In Sachen Schlagzeug sind Sie mein Vorbild.“

Pfeiffer: „Der OB ist umtriebig“

Vor der Laudatio des Landrats hatte Bürgermeister Michael Pfeiffer die zahlreichen Gäste begrüßt, darunter auch die Bundestagsabgeordneten Gabriele Katzmarek (SPD) und Kai Whittaker (CDU) sowie die Landtagsabgeordneten Sylvia Felder (CDU) und Ernst Kopp (SPD). Mit Stadtpräsident Pawel Osiewal, seinem Stellvertreter Rafal Matysiak und Jacek Jurek weilte auch eine Delegation aus der polnischen Partnerstadt Sieradz in Gaggenau.
Bürgermeister Pfeiffer gab seiner Freude über die sehr große Besucherzahl zu diesem Empfang Ausdruck und sprach mit Blick auf Florus von einer „tollen Zusammenarbeit und Wertschätzung, die Du mir von Beginn an gezeigt hast“. Dem OB attestierte er „Umtriebigkeit“ und sprach dessen Mitgliedschaft im Ausschuss für Umwelt, Verkehr, Ver- und Entsorgung im Ausschuss des Städtetags auf Landesebene an, „um das Interesse der Städte und Gemeinden gegenüber der großen Politik zu wahren“.

Pfeiffer über Florus: „Er lebt für Gaggenau. Er lebt für seine Stadt.“ Dabei sei beileibe nicht vorherzusehen gewesen, dass er einmal die Geschicke der Stadt lenken würde, ging Pfeiffer auf die Vita des Quereinsteigers Florus ein, der nach dem Elektrotechnik-Studium und beruflichen Stationen bei der Dekra (Stuttgart) und Schuh Ball Gaggenau im Jahr 2007 erstmals zum OB gewählt (und 2015 im Amt bestätigt) wurde. Die Auszeit mit der Familie sei ihm sehr wichtig; sie gebe ihm Rückhalt und Kraft betonte Pfeiffer, bevor er Florus einen Geschenkkorb überreichte.

Auf die Bedeutung des Namens „Florus („der Blühende, der Glänzende“) ging Landrat Jürgen Bäuerle in seiner Rede ein. Bäuerle – mit Florus etwa durch gemeinsame Mountainbike-Touren freundschaftlich verbunden und per Du mit dem „Geburtstagskind“ – lobte mit Blick auf die bisherige Amtszeit: „Der Quereinsteiger Christoph Florus ist in seine Aufgabe hineingewachsen.“

„Auf Dein Wort ist Verlass“

Der Landrat, der die Glückwünsche der Kollegen im Kreistag, der Bürgermeisterriege und der Landkreisverwaltung überbrachte, attestierte Florus: „Auf Dein Wort ist Verlass, was nicht immer in der Politik der Fall ist. Mit ein Grund, weshalb Dich die Bevölkerung bei Deiner Wiederwahl mit einem stattlichen Vertrauensbonus im Amt bestätigt hat. Der Oberbürgermeister mit der sozialen Ader, dem offenen Ohr, seiner Nähe zu den Bürgern, dem ansteckenden Optimismus, seiner Präsenz und der nicht versiegenden Leidenschaft.“
Bäuerle zeigte sich überzeugt, dass Florus „weiter strebsam und mit viel Emotionen“ an den Zielen arbeiten werde „und Gaggenau als attraktives Mittelzentrum und familienfreundliche Stadt in die Champions League führen“ werde. Der Landrat attestierte dem Gaggenauer OB, ein Teamplayer zu sein, ein Kommunalpolitiker, der über die Grenzen von Gaggenau hinaus sehe und der wisse, dass sich infrastrukturelle Verbesserungen im Landkreis nur im Zusammenschluss erreichen lassen würden.

Im Zwiegespräch am Mikrofon würdigten Rudi Drützler (CDU) und Gerd Pfrommer (SPD) stellvertretend für den Gemeinderat die Persönlichkeit Christof Florus und die Situation in Gaggenau („Viele andere Städte würden gerne mit uns tauschen“) und wünschten ihm „so viel Optimismus und Stehvermögen wie bisher“. Drützler augenzwinkernd: „Denk dran, auch Ruhe und Gelassenheit können förderlich für die Gesundheit sein.“

Florus gibt Komplimente weiter

Florus („Nur gemeinsam können wir etwas erreichen“) gab seiner Freude über den großen Zuspruch Ausdruck: „Sie alle geben mir so viel Kraft und konstruktive Kritik, die benötige ich auch“. In Deutschland funktioniere deshalb vieles so gut, weil es die kommunale Selbstverwaltung gebe: „Man reflektiert, was die Bürger wollen.“ Ein großes Kompliment machte er der Arbeit, die in der Verwaltung geleistet werde.