Der Blick geht auch nach vorne bei der Jubiläumsfeier im Unimog-Museum: Gezeigt wird auch eine Unimog-Designstudie von 2011.
Der Blick geht auch nach vorne bei der Jubiläumsfeier im Unimog-Museum: Gezeigt wird auch eine Unimog-Designstudie von 2011. | Foto: pr

70 Jahre Universalmotorgerät

Unimog-Museum verspricht Weltrekord

„70 Jahre Unimog“ heißt es am Samstag und Sonntag, 8. und 9. Oktober,  im Unimog-Museum. Zu der großen Jubiläumsfeier wird auch ein Weltrekord versprochen:
Anlässlich des 70. Geburtstags des Unimog werden laut Mitteilung in Gaggenau so viele unterschiedliche Baureihen dieses Fahrzeugs wie nie zuvor an einem Ort versammelt sein. Die zweitägige Veranstaltung gilt als ein Highlight im Rahmen der ganzjährigen Veranstaltungen zum zehnjährigen Bestehen des Unimog-Museums. Im Juli transportierten historische Unimog in einer viel beachteten Aktion eine limitierte Edition Whisky vom Bodensee zum Museum.

Viele Baureihen sind entstanden

Er ist schon als Fahrzeuglegende bezeichnet worden, als Alleskönner, der seinesgleichen sucht, oder als Kraftprotz. Seit 70 Jahren ist das „Universalmotorgerät“, kurz Unimog, weltweit unterwegs, unterstützt Feuerwehren und andere Organisationen im Katastrophenfall, räumt, mäht und transportiert im kommunalen Einsatz oder ist bei Expeditionen ein treuer Begleiter.

Im Laufe seiner 70-jährigen Geschichte wurde der Unimog stets veränderten Ansprüchen und Bedingungen angepasst. Damit entstanden viele verschiedene Baureihen. Das Vorbereitungsteam des Jubiläumswochenendes – bestehend aus den Unimog-Experten Hans-Jürgen Wischhof, Carl-Heinz Vogler, Werner Schmeing, Claudio Lazzarini und Karl-Josef Leib – trug in monatelanger Vorarbeit nicht nur die Baureihen zusammen, sondern recherchierte auch, wer aus der „Unimog-Szene“ im Besitz welcher Baureihe ist und dazu bereit, sein Fahrzeug im Museum zu präsentieren.

Prototyp von 1946 im Nachbau zu sehen

„Auf diese Weise ist eine bislang noch nie da gewesene Sammlung von Fahrzeugen, ergänzt durch eine Vielzahl von Anbaugeräten, zustande gekommen, die am 8. und 9. Oktober im und um das Museum herum präsentiert und in Sonderführungen vorgestellt werden“, so die Mitteilung weiter.
Unter ihnen ist auch der Nachbau des Fahrgestell-Prototypen, mit dem im Oktober 1946 erste „Prüfungsfahrten“ durchgeführt wurden. Er wurde eigens für das Jubiläums-Wochenende von Unimog-Enthusiasten hergestellt. Während es für den Beginn steht, ist direkt daneben die Unimog-Designstudie zu bewundern, die 2011 von den Chefdesignern der Daimler AG zum 60. Jubiläum des Produktionsbeginns des Unimog bei Daimler-Benz in Gaggenau entwickelt wurde. „So kommen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft an diesem Wochenende in einmaliger Weise zusammen.“

Das Jubiläumsprogramm im Einzelnen:

Samstag und Sonntag, 8. und 9. Oktober: 10.30 Uhr und 13.30 Uhr: Führungen durch die Fahrzeugschau
Samstag 15.30 Uhr: Film „Der Unimog – Geschichte eines Multi-Talents“ (SWR) in Anwesenheit des Autors Thorsten Link
Sonntag, 15.30 Uhr: Heinrich-Rößler-Gedächtnisfahrt
Hinzu kommen Fahrten mit dem Museumsbus und anderen historischen Fahrzeugen, Vorführungen des Zweiwege-Unimog und zahlreicher Anbaugeräte, auch gibt es ein Kinderprogramm mit Unimog-Parcours, Riesenpuzzle und Lasertisch. Wegen der vielen Ausstellungsfahrzeuge und anderen Unimog gibt es an diesem Wochenende keine Parkmöglichkeit am Unimog-Museum. Besucher werden gebeten, die Ausweichparkplätze bei Swarco (Dambach) zu nutzen.
Wer an diesem Wochenende mit dem Unimog vorfährt, erhält laut Museum freien Eintritt.
Weitere Informationen zum Jubiläumswochenende gibt es hier.