DIE COSMA-KRISE spitzt sich zu: Mehrere Gesellschaften haben Insolvenzantrag gestellt. Anleger sind besorgt.
DIE COSMA-KRISE spitzt sich zu: Mehrere Gesellschaften haben Insolvenzantrag gestellt. Anleger sind besorgt. | Foto: jodo

Anleger waren im Goldrausch

Mehrere Firmen der Stutenseer Cosma-Gruppe stellen Insolvenzanträge

Das nächste Kapitel im Wirtschaftskrimi um die Stutenseer Cosma-Gruppe wird aufgeschlagen: Wie die Kanzlei Schultze & Braun (Achern) mitteilte, haben mehrere Gesellschaften der Cosma-Gruppe Insolvenzantrag gestellt. Die Rechtsanwälte Holger Blümle, Tobias Hirte und Harald Kroth wurden zu vorläufigen Insolvenzverwaltern bestellt.
Wie berichtet, ermitteln das Landeskriminalamt und die Wirtschaftsexperten der

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Cosma-Verantwortliche

Staatsanwaltschaft Mannheim wegen Betrugverdachts gegen mehrere Verantwortliche der Cosma-Gruppe. Dabei werden ihnen wohl dubiose Goldgeschäfte mit Anlegern vorgeworfen, denen Renditen von acht Prozent versprochen worden seien. Eine Person ist in Untersuchungshaft.
Aufgrund der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und der bei Razzien beschlagnahmten Vermögensgegenstände hätten die vorläufigen Insolvenzverwalter derzeit nur eingeschränkten Zugriff auf Unterlagen der Unternehmensgruppe. „Daher können derzeit noch keine verbindlichen Aussagen zu den konkreten Vermögensverhältnissen gemacht werde“, teilt Schultze & Braun mit. Es sei davon auszugehen, dass die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mannheim noch eine längere Zeit andauern werde.

Insolvenzverwalter setzen sich mit Anlegern in Verbindung

Die vorläufigen Insolvenzverwalter appellieren an die betroffenen Anleger, derzeit von Anfragen abzusehen, um die Ermittlungen nicht zu verzögern. Die Experten von Schultze & Braun werden den Betroffenen in den nächsten Tagen erste Informationen mitteilen. Sie bekämen auch ein Passwort für ein Internetportal.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat Cosma Gelder von Anlegern eingesammelt und ihnen versprochen, diese zu 70 Prozent in physischem Gold anzulegen. Der Rest sollte ins Umlaufvermögen der Cosma-Firmen fließen, um die zugesagte Rendite von acht Prozent zu erwirtschaften. Es gehe um Anlagekapital in Millionenhöhe.
„In unserer Bundesrepublik läuft etwas falsch“, meinte Cosma in der Eigenwerbung und versprach, sich den hart arbeitenden Bürgern anzunehmen.