Das Jugendzetnrum "Komm" soll nach Vorstellungen der Stadt Bühlneue Strukturen erhalten
Das Jugendzetnrum "Komm" soll nach Vorstellungen der Stadt Bühlneue Strukturen erhalten | Foto: Wilfried Lienhard

Wiedereröffnung am 10. Oktober

Bühler Jugendzentrum „Komm“ startet mit neuem Team durch

Das Jugendzentrum „Komm“ macht eine sehr lange Sommerpause. Weil drei Mitarbeiter wegen Kündigung und Krankheit ausgeschieden sind, ist das „Komm“ seit Beginn der Sommerferien dicht. Gleich zwei pädagogische Mitarbeiter und der Hausmeister, der sich weit über seine dienstlichen Pflichten hinaus in der Jugendarbeit engagiert hat, haben ihren Abschied genommen.

Erhebliche Personalprobleme

„Nach diesen Ausfällen hatten wir erhebliche Personalprobleme“, berichtete Bürgermeister Wolfgang Jokerst auf Anfrage dieser Zeitung. „Deshalb mussten wir das ’Komm’ ab August schließen.“ Inzwischen hat die Stadt zwei neue Sozialarbeiter eingestellt, die ihren Dienst im Oktober antreten. Erster Arbeitstag für die beiden jungen Leute, die nach Auskunft von Jokerst Ende 20 sind, wird der 4. Oktober sein.
„Wir werden die beiden neuen Mitarbeiter in den folgenden Tagen in ihren neuen Aufgabenbereich einführen“, sagte Jokerst. Nach jetzigem Stand soll das „Komm“ zum 10. Oktober wieder öffnen.

Drei neue Stellen ausgeschrieben

Wie bereits berichtet, hatte die Stadt ursprünglich drei neue Stellen für das Jugendzentrum ausgeschrieben. Nun werden vorerst nur zwei Stellen neu besetzt. Gunther Leppert bleibt Leiter der Einrichtung, die sich im Gewerbegebiet Froschbächel befindet. Leppert arbeitet bereits seit 1999 in Bühl, zunächst als „Streetworker“ und seit der Eröffnung des „Komm“ im Jahr 2002 als dessen Leiter.
Ziel der Stadt ist es, das Konzept für das Jugendzentrum weiterzuentwickeln. Das war im Oktober 2015 ein wichtiges Thema des Kultur- und Sozialausschusses des Gemeinderates. Damals ging es unter anderem um eine Anlaufstelle für junge Flüchtlinge, denen man bei der Integration und der sinnvollen Freizeitgestaltung helfen wollte. Außerdem wurde im Ausschuss bemängelt, dass zu wenige Mädchen das „Komm“ besuchen. Mit einem erweiterten Angebot sollte dies geändert werden.
Wie Jokerst jetzt gegenüber dem ABB betonte, hat sich an den damals vorgestellten Plänen nichts geändert. Deren Umsetzung soll nun mit den beiden neuen Mitarbeitern besprochen und forciert werden.
„Ein wichtiger Eckpunkt ist die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen“, meinte Jokerst. „Wir sind in dieses Thema bereits eingestiegen.“

Zusammenarbeit mit Schulen

Bisher besuchen überwiegend Schüler der Aloys-Schreiber-Schule das Jugendzentrum im Froschbächel. Die sind natürlich auch in Zukunft willkommen. „Die Zusammenarbeit mit der Aloys-Schreiber-Schule ist eng“, berichtete Jokerst. „Das wünsche ich mir in ähnlicher Form auch mit den anderen weiterführenden Schulen im Stadtgebiet. Mit den neuen Mitarbeitern wollen wird dafür entsprechende Strukturen schaffen.“ Auch sollen die Besucherzahlen im „Komm“ insgesamt steigen.
Einen eigenen Hausmeister wird das Jugendzentrum in Zukunft allerdings nicht mehr haben. „Viele Hausmeister sind im Auftrag der Stadtverwaltung für mehrere Gebäude zuständig“, erklärte Jokerst. „Ich kann mir vorstellen, das ’Komm’ in diesen allgemeinen Hausmeisterdienst zu integrieren.“

Rund 13 000 Besucher

Das „Komm“ steht grundsätzlich allen Interessierten im Alter zwischen 14 und 27 Jahren offen. Der Schwerpunkt liegt allerdings auf Jugendliche im Alter zwischen 14 und 21 Jahren. Im Jahr 2015 kamen rund 13 000 Besucher.