Zurück an alter Wirkungsstätte: Die Büste des BNN-Gründers Wilhelm Baur ist jetzt im Schaufenster der BNN-Geschäftsstelle in der Karlsruher Lammstraße ausgestellt. Sie ist ein Werk des Berliner Künstlers Harald Birck. | Foto: Hora

Skulptur des BNN-Gründers

Baur-Büste in der Lammstraße angekommen

Karlsruhe. Interessierte Passanten können jetzt die Büste des Gründers der Badischen Neuesten Nachrichten, Wilhelm Baur, im Schaufenster der BNN-Geschäftsstelle in der Karlsruher Lammstraße betrachten.

„Wilhelm Baur ist an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt, und damit schließt sich ein Kreis. Das hat etwas Erfüllendes“, sagte der heutige BNN-Verleger Klaus Michael Baur. Rund ein Vierteljahrhundert lenkte der BNN-Gründer und Großonkel von Klaus Michael Baur in der Lammstraße die Zeitungsgeschicke.

Projekt „Luther – einer von uns“

Die Büste war am Sonntag, den 5. März,  in der Karlsruher Lutherkirche ausgestellt worden. Sie ist ein Werk des Berliner Künstlers Harald Birck. Er hat 22 Persönlichkeiten für das Projekt „Luther – einer von uns“ der evangelischen Kirche in Karlsruhe portraitiert.

Die Skulpturen sollen nun nach und nach an verschiedenen Stellen aufgestellt werden und das Stadtbild prägen. Initiiert wurde das Projekt von Stadtkirchenpfarrer Dirk Keller.

Vertrauen in die Kraft des gedruckten Wortes

Die Büsten stehen im Jahr des Reformationsjubiläums für eine besondere Botschaft Martin Luthers. Im Fall von Wilhelm Baur, der 1973 verstarb, ist es das Vertrauen in die Kraft des gedruckten Wortes, ohne das die Reformation unvorstellbar wäre.

Dass Baur ein bekennender Katholik gewesen sei, stelle kein Problem dar, sagte Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh bei einer Feier im BNN-Verlagsgebäude in Karlsruhe-Neureut. Dort wurde die Büste am Dienstag, den 7. März, in Anwesenheit des Künstlers für kurze Zeit ausgestellt.

Cornelius-Bundschuh erklärte, dass die Spaltung der Kirche nicht das Ziel der Reformation gewesen sei. Auch Oberbürgermeister Frank Mentrup lobte den BNN-Gründer.

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