IMMER MIT AUGENMASS: Erich Harsch, Sprecher der dm-Geschäftsführung, will keine abenteuerliche Expansion.
IMMER MIT AUGENMASS: Erich Harsch, Sprecher der dm-Geschäftsführung, will keine abenteuerliche Expansion. | Foto: jodo

dm-Chef Harsch im Interview

„Die anderen Länder laufen uns nicht weg“

Der Karlsruher Branchenführer dm-drogerie markt setzt vor allem auf Investitionen in Deutschland, weil hier der Wettbewerb besonders hart ist.Neue Auslandsmärkte sucht das erfolgsverwöhnte Unternehmen derzeit nicht. „Die anderen Länder laufen uns nicht weg“, sagte Erich Harsch, Sprecher der Geschäftsführung, im Interview mit den BNN. „Im Moment sind wir mit dem Verdichten in den zwölf Ländern beschäftigt.“
Durch den Lieferdienst Amazon Fresh in Deutschland werde auch dm herausgefordert werden, wenn auch nicht so stark wie Lebensmittelhändler. dm sei aber gut aufgestellt. Harsch weist darauf hin, dass Amazon ja auch dabei ist, Läden zu eröffnen. Das reine Online-Geschäft sei offenbar doch nicht das alleinige Maß der Dinge. Es komme darauf an, dem Kunden auf verschiedenen Vertriebskanälen die Wahl anzubieten. Harsch: „Das ist auch unser Weg.“
Der dm-Online-Shop, der seit einem Jahr besteht, trägt sich nach Angaben des Managers bereits nahezu. „Da fehlt nicht mehr viel.“ Babyartikel und Tiernahrung gehörten dort zu den gefragtesten Waren.
Harsch, der vor fast 35 Jahren aus Österreich zu dm nach Karlsruhe kam, äußert sich auch zu seinen Landsleuten. Er wolle keine „Unterschiede zelebrieren“. Überall gebe es freundliche und auch mal weniger freundliche Menschen. „Auch politisch ist in Österreich einiges passiert, was grenzwertig war und wo man hofft, dass sich die Vernunft und Menschenfreundlichkeit immer wieder durchsetzen.“