Kritik gibt es von KVV-Kunden am Schienersatzverkehr zwischen Ettlingen und Karlsruhe. Die Busse sind übervoll.
Kritik gibt es von KVV-Kunden am Schienersatzverkehr zwischen Ettlingen und Karlsruhe. Die Busse sind übervoll. | Foto: hei

"Busse sind voll und stickig"

KVV-Kunden sind verärgert

Ärger über den Schienersatzverkehr zwischen Ettlingen und Karlsruhe.  Die Kommentare der Kunden des Karlsruher Verkehrsverbundes  lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: „In den Bussen herrschen indische Verhältnisse, es ist voll, stickig und Chance auf einen Sitzplatz hat nur der, der an der ersten Bushaltestelle einsteigt.“ Silke Wagner ist  regelmäßig von Stutensee nach Ettlingen mit der Bahn unterwegs. Und jetzt  nutzt sie gezwungenermaßen den Bus. Das nervt. Denn  der Schienenersatzverkehr zwischen Hauptbahnhof Karlsruhe und Stadtbahnhof Ettlingen, den die AVG  während der Herbstferien anbietet, macht der Sekretärin keine Freude: „Auf die Abfahrtszeiten ist kein Verlass. Die eingesetzten Busse sind chronisch überfüllt und die Kunden sind gereizt“. Auch sie selbst braucht derzeit mindestens eine halbe Stunde länger, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen beziehungsweise wieder nach Hause zu fahren.

Horrorfahrt zum Karlsruher Hauptbahnhof

Mit ihrer Kritik an den Zuständen steht Silke Wagner nicht allein. Auch KVV-Kunde Werner Heck machte jüngst in den BNN seinem Unmut Luft. Er  sprach von „Horrorfahrt zum Hauptbahnhof“. Ins gleiche Horn bläst Sabrina Knecht, die sich fragt, warum die AVG aus dem Desaster mit dem Schienenersatzverkehr 2015   nichts gelernt habe. Man komme sich in den Bussen vor wie eine Ölsardine. Der Schienenersatzverkehr sei „eine Zumutung“.

AVG hat zusätzlich auf der Strecke verdichtet

Michael Krauth, Pressesprecher der AVG, hat Verständnis für den Unmut der Kunden. Eine  Lösung hat er aber  nicht  wirklich parat. Er spricht davon, dass die Busse im Zehn-Minuten-Takt verkehren. Zu Stoßzeiten (7 Uhr, 12 Uhr, 16 Uhr) verdichte man zusätzlich. Das Problem laut Krauth: Neben den großen Gelenkbussen, die teilweise der AVG gehören, seien auch kleinere angemietete Busse unterwegs mit weniger Kapazität. „Die Kontingente bei den privaten Busanbietern sind erschöpft“, sagt Krauth auf die Frage, warum man nicht einfach mehr Busse angemietet habe, um Engpässe in der Beförderung zu vermeiden. Die Busse seien jetzt pünktlicher als am  vergangenen Wochenende. Sie fahren „zu fixen Zeiten ab und warten  nicht mehr auf verspätete Bahnen“.

Gleisarbeiten sollen mit Ferienende erledigt sein

Den einzigen wirklichen Trost, den der AVG-Mann hat, ist, dass die Gleis-/Instandsetzungsarbeiten  auf der Schiene zwischen Karlsruhe und Ettlingen pünktlich zum Ende der Herbstferien erledigt sein sollen.   Ab Montag  werden die S1 und die S 11  also wieder regulär verkehren.