interkulturelle Woche
Vorfreude auf die interkulturelle Woche in Rastatt und Umgebung macht sich bei den Organisatoren breit. | Foto: Friedrich

Interkulturelle Woche

Landkreis Rastatt präsentiert sich schwarz-rot-bunt

Von Stephan Friedrich

Mit einem im Vergleich zu den Vorjahren deutlich erweiterten Programm startet in diesem Jahr die interkulturelle Woche. Erstmals wurde das Angebot auch auf den Landkreis Rastatt ausgedehnt. Insgesamt stehen vom 23. September bis 7. Oktober 32 verschiedene Veranstaltungen auf dem Programm. Bei der sechsten Auflage der interkulturellen Woche in Rastatt beteiligen sich 33 Kooperationspartner.

Erstmals Kooperationspartner aus dem Landkreis

„Die interkulturelle Woche hat sich endgültig etabliert“, freute sich die Beauftragte für Chancengleichheit und Integration der Stadt Rastatt, Petra Heinisch-Hildenbrand, die die Veranstaltung gemeinsam mit der Integrationsbeauftragten des Landkreises Rastatt, Tamina Hommer, und dem Fachbereichsleiter Migration des Caritasverbandes Rastatt, Peter Rettig, federführend organisiert. Besonders stolz zeigt sich Petra Heinisch-Hildenbrand, dass Kooperationspartner unter anderem aus Gaggenau, Forbach und Bühl in diesem Jahr teilweise zum ersten Mal dabei sind: „Das Projekt wird größer. Somit können wir noch mehr Menschen ansprechen“, so Petra Heinisch-Hildenbrand im Pressegespräch gestern Vormittag. Sie verdeutlicht, dass es für die interkulturelle Woche keinen eigenen Etat gibt. Die Kosten für die meist eintrittsfreien Veranstaltungen werden von den jeweiligen Kooperationspartnern getragen. Für den Druck der Flyer und Plakate, die ab sofort an vielen Stellen in der Stadt ausliegen werden, wurden Sponsoren gefunden.

Programm für alle Altersklassen

Geboten wird während der interkulturellen Woche ein buntes Programm für alle Altersklassen. Höhepunkte sind unter anderem ein „Café international“ zum Auftakt am 23. September, von 14 bis 16 Uhr beim Rastatter Caritasverband. Hier will man den Dialog zwischen Flüchtlingen und Menschen ohne Migrationsbiografie fördern. Offiziell wird die interkulturelle Woche am Sonntag, 25. September, um 17 Uhr in der Rastatter Reithalle eröffnet. Unter dem Motto „Lachen braucht keinen Dolmetscher“ werden die beiden Clowns „Josune & Manuel“ auftreten. Kulinarisch wird die Auftaktveranstaltung von Flüchtlingen mit Spezialitäten aus ihrer Heimat bereichert. Neu als Kooperationspartner gewonnen wurde das Rastatter Forum-Kino. Hier werden am 26. September der Film „Seenot“ über die in Lampedusa gestrandeten Flüchtlinge und am 28. September ein Film über Kinderrechtsaktivistin und Nobelpreisträgerin Malala Yousafzai gezeigt. Beginn ist jeweils um 18 Uhr.

Thema Flucht in mehreren Sprachen

Der Internationale Bund lädt am 26. September zu einem interkulturellen Mittagessen unter dem Motto „Schwarz-Rot-Bunt“ ein, während die Stadtbibliothek ab dem 27. September unter dem Motto „Vom Flüchten und Ankommen“ eine passende Bücherausstellung vorbereitet hat. Spannende, lustige und abenteuerliche Geschichten für Kinder ab vier Jahren gibt es am 28. September um 16 Uhr im Kellertheater der Stadtbibliothek zu hören. Das Besondere hier: die Geschichten werden auf Türkisch, Deutsch und erstmals auch auf Arabisch vorgelesen. Aus ihrem Buch „33 Bogen und ein Teehaus“ liest Mehrnousch Zaeri-Esfahani am 28. September um 18 Uhr im Gottesdienstraum der Evangelischen Johanneskirche. Anschließend ist ein gemeinsamer Austausch mit der Autorin geplant.

Einblicke in das Leben in einer Gemeinschaftsunterkunft

Auf Einladung des Arbeitskreises für Aus- und Weiterbildung geht es am 29. September zu einer Wanderung auf den Mühlenweg nach Ottenhöfen. Flüchtlinge und in Mittelbaden Beheimatete sollen gemeinsam die Schönheit des Schwarzwaldes kennenlernen. Wie Asylbewerber in Deutschland aufgenommen werden, kann man ebenfalls am 29. September hautnah erfahren, wenn das Diakonische Werk zum Spiel „Asylopoly“ einlädt. Mit dabei ist auch die Entwicklerin des Spieles Mehrnousch Zaeri-Esfahani.

Ein interkulturelles Frühstück am 30. September bei der Deutschen Angestellten Akademie, ein Tag der offenen Tür in der Gemeinschaftsunterkunft in der Bahnhofstraße sowie eine „One World Jam Session“ im Kulturforum und ein türkischer Henna-Abend für Mädchen und Frauen beenden die interkulturelle Woche.

 

Service
Die Broschüren zur interkulturellen Woche liegen aus in der Stadtbibliothek, im Historischen Rathaus und im Bürgerbüro in Rastatt. Alle Termine gibt es unter www.wohin-in-rastatt.de.