Die Fingerspitzen von Fotograf Björn Fix schaffen es bis zum Boden. Am Anfang war das undenkbar bei den Kniebeugen, mittlerweile ist es kein Problem mehr. | Foto: Weiss

Fixi flitzt durch Pforzheim

Björn Fix schnürt die Schuhe für den Citylauf

Den inneren Schweinehund zu besiegen, ist nicht immer einfach. Doch Fotograf Björn Fix hat sich ein Ziel gesetzt: Im Juni will er den Pforzheimer Citylauf meistern. Unterstützung hat er beim LC 80 Goldstadtlaufteam gefunden. Über sein Training, Fortschritte und Rückschläge berichtet er wöchentlich den BNN.

Ich, der Bewegungsallergiker, der sich bis jetzt erfolgreich um jede Treppe gedrückt hat, ich soll am Stadtlauf 2017 teilnehmen. Herausforderung angenommen: „Von Null auf Citylauf“ heißt das Motto. Am Montag startete ein Aufbautraining des Lauftreff des LC 80 Goldstadtlaufteam. Durch ein von Übungsleitern begleitetes Training soll jedem die Teilnahme am Pforzheimer Citylauf am 25. Juni möglich sein.
Die Redaktion hat mit ihrem Vorschlag offene Türen eingerannt. Seit längerem bin ich mit meiner Figur und Ausdauer nicht zufrieden. In meinem Hauptberuf als Taxifahrer habe ich nun mal eine sitzende Tätigkeit – freiwillig gehe ich nach Feierabend nicht ins Fitnessstudio, auch wenn regelmäßig der Monatsbeitrag von meinem Konto abgebucht wird.

Der Einstieg ist geschafft

Nun liegt das erste Training hinter mir: Ein wenig nervös und mit einer ordentlichen Portion Motivation komme ich hinter dem Holzhof-Sportplatz an der Enz an. Von weitem sehe ich schon die anderen Teilnehmer. Es folgt eine Vorstellungsrunde, der Ruhepuls wird gemessen, es gibt ein Aufwärmtraining. 31 Teilnehmer haben sich eingefunden: Neueinsteiger, Hobbyläufer, Fortgeschrittene. Hier soll ich also fit gemacht werden für einen Lauf mit zehn Kilometern Länge. Über diese Distanz habe ich bisher höchstens Wanderungen mit dem Polizei-Sportverein zurückgelegt.
Schon geht es los mit einer lockeren Runde. Drei Minuten sollen es sein, wie mir Wolfgang Aab vom Goldstadt-Laufteam erklärt. „Schließlich soll jeder mithalten können.“ Was mich bei meinen Trainingseinheiten bis zum Sommer erwartet, ist schnell zusammengefasst: Wir laufen im Enzauenpark unsere Runden, später auch mal durch den kompletten Park und in der Endphase nach Niefern und wieder zurück. „Aber nicht zum Hamburger-Essen“, scherzt eine andere Trainingsteilnehmerin.

Gruppe motiviert für Citylauf

Bis jetzt kann ich mich noch nicht wirklich mit dem Gedanken anfreunden, eine solche Strecke rennenderweise zurückzulegen. Aber ich merke, wie die Gruppe motiviert. Nach einer kurzen Pause folgt eine Runde zügiges Gehen, neudeutsch auch als Walking bezeichnet. Hier kann ich schon besser mithalten. Es kommt die nächste Drei-Minuten-Runde, bei der ich gefühlt schon besser mithalten kann. Zum Schluss wird der Belastungspuls gemessen, es folgen Dehnungsübungen. Im Nu ist unser erster Trainingsabend vorbei. Von den Profis gibt es noch Tipps und wir verabreden uns für Donnerstag. Ich freue mich schon.

Interessierte können sich dem Pforzheimer Lauftreff noch anschließen. Treffpunkt ist donnerstags und montags, 18 Uhr, hinter dem Fußballplatz „Holzhof“.