LBBH-Stadtrat Hans-Joachim Bruch gehört jetzt zur CDU-Fraktion
LBBH-Stadtrat Hans-Joachim Bruch gehört jetzt zur CDU-Fraktion | Foto: PK

Pforzheimer Stadtrat wechselt

Bruch bei der CDU-Fraktion

Hans-Joachim Bruch hat sich entschieden. Der einzige Stadtrat der Liste Bürgerbeteiligungshaushalt (LBBH) wird nach der Trennung von den Unabhängigen Bürgern (UB) in den Reihen der nunmehr 13-köpfigen CDU-Gemeinderatsfraktion weitermachen. Er hoffe, dort noch mehr bewirken zu können als bisher, sagte Bruch am Donnerstag gegenüber dem Pforzheimer Kurier. Vor allem innerhalb der Fraktion wolle er Überzeugungsarbeit leisten, erklärte der 64-Jährige. Und zwar „nicht aufdringlich, sondern als Angebot“.

Sein Sachverstand ist willkommen

„Unser Stadtratskollege Bruch ist mit seinem Sachverstand bei uns willkommen und wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit“, teilte CDU-Fraktionschef Florentin Goldmann mit. Eine Umbenennung in CDU/LBBH-Fraktion wird es laut Bruch aber nicht geben.
Der seit 2004 für die LBBH im Gemeinderat präsente Bruch spricht von „völlig neuen Perspektiven“, die sich ihm für die nächsten knapp drei Jahre auftun.

„Zurück zu den Wurzeln“

Seinen Wechsel nutzt Bruch überdies zu einigen grundlegenden kritischen Worten: „Die emotionale, teilweise populistische Stimmungspolitik ohne Betrachtung von Zusammenhängen und Folgen, nimmt in erschreckender Weise zu“, mahnt er. Deshalb müssten „die Wurzeln der erfahrenen und fachkundigen Kommunalpolitik“ wieder von den Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen werden. „Es ist sinnlos, scheinbar einfache Antworten oder schnelle Lösungen zu propagieren“, so Bruch.

Hintergrundwissen als Vorteil

Seit geraumer Zeit habe sich gezeigt, dass die kommunalpolitischen Abstimmungen der CDU zu strittigen Zukunftsmaßnahmen wie beispielsweise bei der Gemeinschaftsschule anders als erwartet ausfielen. Es gebe zwischen LBBH und CDU Übereinstimmungen, die ab jetzt in Fraktionssitzungen beraten werden sollen. Als entscheidenden Vorteil schätzt Bruch, der auch Angebote anderer Fraktionen hatte, das bei der CDU vorhandene Hintergrundwissen bezüglich Wirtschaft, Wissenschaft, Finanzen, Sozial-, Bildungs- und Sportpolitik. Und die Beteiligung der Bürger an politischen Prozessen, die Bruch und der LBBH so wichtig sind, werde nicht zuletzt durch die Arbeit der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung forciert.

Inwieweit sich Bruchs Wechsel zur CDU und deren damit verbundene Vergrößerung auf die Sitzverteilung in den gemeinderätlichen Ausschüssen auswirken wird, steht noch nicht fest.