Bis der Anschluss des Baden Airpark an die A5 fertig ist, gehen noch einige Jahre ins Land.
Bis der Anschluss des Baden Airpark an die A5 fertig ist, gehen noch einige Jahre ins Land. | Foto: Collet

Anschluss an die A5

Anbindung des Airpark geht schleppend voran

Ein erster Schritt zur Genehmigung der Anbindung des Baden Airpark an die Autobahn könnte bis Weihnachten erledigt sein. Landrat Jürgen Bäuerle stellte in der Sitzung des Planungsausschusses des Kreistags in Aussicht, dass die Unterlagen für die Planfeststellung des Vorhabens bis Ende des Jahres an das Regierungspräsidium geschickt werden sollen. Der Landkreis geht mit der sogenannten Ostanbindung ins Rennen. Diese führt von einem neu zu bauenden Anschluss an die Autobahn bei Halberstung über die bestehende Landesstraße und die folgende Kreisstraße in Richtung Schiftung, schwenkt in Richtung Norden ab und mündet in den bestehenden Kreisel am Airpark.
Die Umfahrung von Schiftung rückt nach Angaben von Dezernent Claus Haberecht nach dem aktuellen Plan weitere 220 Meter vom Ort ab. Im weiteren Verlauf führt die Straße durch einen Naturschutzkorridor. Hierfür musste das Landratsamt die Umweltverträglichkeit erneut prüfen, unter anderem mussten alle Tierarten nachgewiesen und Brücken über die Strecke eingeplant werden. Die erneute Prüfung war erforderlich, weil die ursprüngliche aus dem Jahr 2008 stammt und bei Einreichung der Unterlagen nicht älter als fünf Jahre sein darf. Ebenso mussten auch die Alternativvarianten beleuchtet werden, um die Entscheidung für die Ostanbindung begründen zu können.

Protest gegen A-5-Anschluss in Halberstung

Die Unterlagen für den Bau des Autobahnanschlusses habe das Regierungspräsidium inzwischen zur Einsicht ins Verkehrsministerium nach Bonn geschickt, berichtete Haberecht. Wegen genau dieses Autobahnanschlusses erneuerte die Bürgervereinigung Halberstung ihren Protest im Vorfeld der Ausschusssitzung. Das Vorhaben, für den Anschluss die bestehende Lärmschutzwand an der A 5 teilweise abzutragen, bringe für Halberstung wieder deutlich mehr Lärm, so die Initiative. In einem Schreiben an den Landrat wird erneut gefordert, den Lärmschutzwall in seiner Höhe zu belassen. Mitglieder der Initiative waren in der Sitzung anwesend.
Der Hügelsheimer Bürgermeister, Kreisrat Reiner Dehmelt (CDU), verwies darauf, dass sich vier neue Logistikunternehmen auf dem Airpark ansiedelten und daher der Autobahnanschluss immer dringender werde. „Der Verkehr ist für Hügelsheim nicht mehr hinnehmbar“, so Dehmelt. Dem gegenüber zweifelte Grünen-Kreisrat Matthias Schmälzle an einer großen Entlastung für Hügelsheim, da die Laster aus Richtung Rastatt weiter über die L 75 (ehemals B 36) durchführen. Er sprach sich außerdem für einen Erhalt des Lärmschutzwalls an der A 5 aus.
Der Bürgermeister von Rheinmünster, Kreisrat Helmut Pautler (Freie Wähler), unterstrich die Bedeutung des Autobahnanschlusses, indem er darauf verwies, dass die Zahl der Arbeitsplätze im Airpark derzeit pro Jahr um 100 steige. Insgesamt arbeiteten dort aktuell 2 500 Menschen.