DER PFLEGER DES JAHRES wird bei der Aktion „Pflege mit Herz & Mut“ gewählt, die gestern im Klinikum startete.
Der Pfleger des Jahres wird bei der Aktion „Pflege mit Herz & Mut“ gewählt, die gestern im Klinikum startete. | Foto: Collet

Pflegekräfte mit Herz und Mut gesucht

Anerkennung für anstrengenden Beruf

Zum bundesweiten Start des Pflegeawards „Pflege ist Herz & Mut“ wurde gestern in der Rastatter Klinik die Kunstharz-Skulptur der beiden Künstler Daniel Moritz Lehr und Lucie Wegmann im Foyer aufgestellt. Bis zum 6. Dezember wirbt die weiße Skulptur dort in Herzform für die Teilnahme an dem Wettbewerb zum Pfleger oder der Pflegerin des Jahres, die vom medizinischen Personaldienstleiter „Jobtour medical“ aus Baden-Baden ins Leben gerufen wurde (die BNN berichteten).

Pfleger des Jahres gesucht

Bis zum 28. Februar kann jeder die Namen von Pflegekräften im Gesundheitsbereich, in der Kranken- oder Altenpflege nennen, die ihn trotz des anstrengenden Pflegealltags berührt, beeindruckt oder begeistert haben. Zum Tag der Pflege am 12. Mai soll der Bundesgewinner gekürt werden.

Mehr Wertschätzung

„Pflegekräfte sollen in der öffentlichen Wahrnehmung mehr Wertschätzung erfahren“, begründet die Initiatorin und Geschäftsführerin der Jobtour GmbH & Co. KG, Mirjam Rienth, die Idee für den Pflegeaward. Gegenwärtig arbeiten mehr als 100 Jobtour-Mitarbeiter bei 70 verschiedenen Einrichtungen im Gesundheitsbereich – viele davon auch beim Klinikum Mittelbaden.
Beim Klinikum rennt die Aktion offene Türen ein: „Auch in der Pflege werden die Aufgaben immer komplexer und es wird immer schwerer, offene Stellen zu besetzen“, erklärt Andreas Eichenauer (Leitung Medizin und Pflege). Noch bekomme man alle Ausbildungsstellen besetzt, aber die Auswahl sei lange nicht mehr so groß wie früher, bescheinigt er dem Beruf ein zunehmendes Attraktivitätsproblem.

Entlastung für Mitarbeiter

Mit speziellen Angeboten wie Rückenschulen, psychologischen Gesprächen oder Deeskalationstraining versuche man die Mitarbeiter seit einigen Jahren zu entlasten. Während viele Patienten der Arztvisite entgegen fieberten, werden die Schwestern beim Blutdruck messen häufig übersehen, so Pflegedirektor Ralf Levy. Indem engagierte Pflegekräfte ihre persönliche Geschichte erzählen, die das Herz berührt oder Mut macht, soll ihnen auch öffentlich mehr Anerkennung geschenkt werden. Die Vorschläge können Patienten wie auch Kollegen machen. Nach einer Zwischenstation im Klinikum Bühl wird die Skulptur bundesweit für die Aktion werben.
Kontakt: E-Mail unter award@herzundmut.de oder im Internet unter www.herzundmut.de